Schüler der MSS 11 kommen zum Nachdenken über den Umgang mit unserem Planeten

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Westerburg begaben sich am 17. und 18. Dezember 2014 mit dem studierten Geografen und Meteorologen Thomas Rahne von der Firma GEOSCOPIA auf eine spannende Klimaexpedition und betrachteten die Erde aus ungewohnter Perspektive.

Mit Live-Bildern des Wettersatelliten Meteosat-9 veranschaulichte der Referent grundlegende Phänomene zu Wetter und Klima auf unserer Erde. Geschickt bezog Thomas Rahne die Schüler der MSS 11 in die Thematik ein, welche hierbei  ihre vielfältigen Kenntnisse aus dem Erdkundeunterricht einbringen konnten. So differenzierten die Schüler zwischen  den dramatischen Auswirkungen der  Eisschmelze von Festlandeis (Antarktis oder Grönland) im Gegensatz zum Abschmelzen der Eismassen der Arktis, welche keinen Anstieg des Meeresspiegels bewirken.

Nachdem grundlegende Charakteristika des Klimas erarbeitet waren, wurden Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels  durch beeindruckende Bilder  veranschaulicht. Nachtaufnahmen der Erde zeigten eindringlich, was Rahne vermitteln wollte. Eine Erde hell erleuchtet z.B. in Europa, und den USA  - dagegen Bereiche, die vollkommen im Dunkeln liegen, wie z.B. Nordkorea. Der hohe Stromverbrauch vieler Länder ist überwiegend mit einer hohen Emission von Treibhausgasen gekoppelt. Die 100 am meisten vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsländer verursachen nur etwa 3 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Auswirkungen wie Meeresspiegelanstieg, Gletscherschmelze, u. a. wurden immer mit den entsprechenden Satellitenbilder verdeutlicht.

Betroffen begegneten die Schüler den neuesten wissenschaftlichen Ansätzen zur Klimaforschung und setzten sich mit der Frage auseinander, welche konkreten Handlungsmöglichkeiten sich im Alltag daraus ergeben. Rahne zeigte an vielen Stellen auf, welche Möglichkeiten der Einzelne hat, und wie wichtig es ist diese zu ergreifen. So spare man viele Emissionen ein, wenn auf weite Transportwege verzichtet und in der Region produzierte Produkte gekauft werden. Fotos der in Spanien befindlichen riesigen Felder von Gewächshäusern, wo das Gemüse für Europa auf einer Fläche von etwa 360km2 produziert wird, untermauerten dies, zumal der dort herrschende Wassermangel ein zusätzliches Problem darstellt.

Die Darbietung  modernster Forschungsergebnisse wurde von Schülern und Lehrern positiv aufgenommen und führte zu einer lebhaften Diskussion über den Umgang des Menschen mit dem Planeten Erde 
Wir danken den Referenten der Firma Gescopia, die seit vielen Jahren am Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg diese spannenden Klimaexpeditionen durchführen.