Energieerzeugung und -nutzung im Wandel

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg stellte auf der diesjährigen „Hui-Wäller-Messe“ am Wiesensee (9. bis 11. September 2011) Projekte und Schülerarbeiten aus mehreren Fachbereichen zum Thema „Energie und Energiewandel“ vor.

Während einer engagiert geführten Podiumsdiskussion beleuchteten Hendrik Hering (Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion), Gerhard Loos (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg), Günter Preußer (Geschäftsführer von Toyota Preußer), Hans-Dieter Franke (Geschäftsführender Gesellschafter von MPower) und Christian Schlosser (Betriebsleiter von Koch Solar) aktuelle Fragen zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien.

Die Schülerinnen Jana Hermann und Madeline Beul moderierten das Gespräch mit Humor und hoher Fachkompetenz, wie Hendrik Hering in seinem Schlusswort zur Diskussion, die der Fachbereich Sozialkunde organisiert hatte, hervorhob.

Der Fachbereich Chemie präsentierte unter dem Motto „Farben, Farbstoffe und Leuchterscheinungen“ sehr anschaulich den Zusammenhang zwischen Licht und Energie. Für Verblüffung sorgten die ausgestellten Fluoreszenzfarbstoffe, die je nach Blickwinkel und Lichteinfall in verschiedenen Farben leuchten. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Möglichkeiten der Energiegewinnung und Energiespeicherung.

Ein funktionstüchtiges Modell einer Brennstoffzelle veranschaulichte den Besuchern des Messestandes eindrücklich die Möglichkeiten einer Brennstoffzelle, deren Technik zukünftig auch im Automobilbau zur Serienreife gelangen soll.

Die Physiker stellten ein Energiefahrrad vor, anhand dessen die Energieerzeugung verdeutlicht werden soll und veranschaulichten mit einem Geigerzähler die tagtäglich vorhandene, natürliche Radioaktivität.

Besonderes Interesse erzeugten die programmierten, fahrbaren Robotermodelle, die autonom und auf den ersten Blick "intelligent" eine komplizierte Wegstrecke zurücklegen können. Der das Robo-Cup-Projekt betreuende Physiklehrer Dietmar Rappen wird Anfang 2012 einen Robo-Cup-Wettbewerb am Konrad-Adenauer-Gymnasium veranstalten, bei dem sich Schüler wie Lehrer in ihren Fähigkeiten des Roboterbaus messen werden.

In einem fächerübergreifenden Ansatz wurden wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Hintergründe zum Energiebedarf, zur Energienutzung und dem Energiebewusstsein Westerwälder Bürger durch Schülerprojekte aufgezeigt. Die Schüler der Oberstufe präsentierten dabei nicht nur ihre inhaltlichen Ergebnisse aus Projekten zum Thema Energie, sondern zeigten auch durch das eigenständige Erstellen von Umfragen und deren Auswertung ihr Können zu Methoden empirischer Sozialforschung. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen wurden die Schüler des Leistungskurses Erdkunde auf der Hui-Wäller-Messe grafisch aufbereitet präsentiert. Ein besonderes Anliegen der Schüler lag darin, den interessierten Messebesuchern die Bedeutung des Themas der erneuerbaren Energien und des sparsamen Umgangs mit Energie für den Alltag anschaulich und spannend aufzuzeigen. Dabei berücksichtigten die jungen Forscher auch die aktuellen Kontroversen um neuartige Leuchtmittel, alternative Antriebe und Kraftstoffe für den Straßenverkehr.

Die Aktionsgemeinschaft für Entwicklung und Frieden (AGEF) des Konrad-Adenauer-Gymnasiums lenkte den Blick der Messebesucher auf Notstände in Afrika und setzte sich mit den eingenommenen Geldern für das Projekt "Solar-Afrika.de" ein.

Mit ihrem kreativen Outfit, selbst gebackenem Kuchen und informativen Plakaten motivierten die Schülerinnen und Schüler viele Messebesucher für Spenden zur Finanzierung von Solaranlagen auf Schulen in Burkina Faso.

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