Intensiv hat sich der Leistungskurs Sozialkunde 1 der Klassenstufe 12 auf die Landtagswahl vorbereitet. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der VG-Verwaltung wird er am 13. März aktiv mithelfen. Alle Schüler des Kurses beteiligten sich auch an der Juniorwahl 2016 zum Landtag Rheinland-Pfalz.

Wenn am 13. März die Landtagswahlen stattfinden, werden Schüler des Konrad-Adenauer- Gymnasiums Westerburg (KAG) dabei als Wahlhelfer aktiv werden und an verschiedenen Stellen bei der Wahl behilflich sein. Sie sind dabei, wenn telefonisch die Schnellmeldungen durchgegeben werden, sie erleben, wie Niederschriften geprüft werden, und helfen im Vorfeld auch, die nötigen Unterlagen auszuteilen. Diese Jugendlichen gehören dem Leistungskurs Sozialkunde der Klassenstufe 12 an und nehmen an einem Projekt zwischen der VG Verwaltung und dem KAG teil. Bürgermeister Gerhard Loos erläutert dazu: „Wir haben grundsätzlich vereinbart, bei den Wahlen im Rahmen der politischen Bildung zusammenzuarbeiten.“

Diese Zusammenarbeit, so unterstreicht Schulleiterin Ute Klapthor, passt gut zu dem Gesamtkonzept des KAG, das „Modellschule für Partizipation und Demokratie“ ist. Sebastian Schran, Fachlehrer für Sozialkunde, lobt das politische Interesse der Schüler, das in sehr regen Diskussionen deutlich wird: „Das ist ein sehr guter Leistungskurs. Das Spannende ist, dass so viele verschiedene Meinungen geäußert werden.“ Der Leistungskurs setzt sich im Rahmen des Projektes intensiv mit dem Wahlrecht in Deutschland und Europa, mit dem Prozedere, aber ebenso mit den Wahlprogrammen und den Kandidaten auseinander. Dabei analysierten sie beispielsweise auch, wie sich die Parteien in den sozialen Netzwerken präsentieren. Auch kleinere Parteien wie die Piratenpartei wurden dabei unter die Lupe genommen. Drei Schüler nahmen an einer Schulung der Verbandsgemeinde teil, bei der sie alles rund um das Thema „Wahlhelfer“ erfuhren. Ihr Wissen geben Axel Jung, Lars-Hendrik Jung und Kevin Kemmerich nun in Referaten an ihre Mitschüler weiter. Ein Bonbon für den Leistungskurs ist, dass er nach der Wahl nach Brüssel fahren wird, um dort unter anderem das Europaparlament zu besuchen. Finanziert wird diese Studienfahrt unter anderem mit dem Geld, das die Wahlhelfer erhalten – das sogenannte Erfrischungsgeld. Bei einem Besuch in der Schule stockte Bürgermeister Gerhard Loos die Schülerkasse zudem mit einem Bonus von 250 Euro auf. Gemeinsam mit Markus Sehr (Büroleitender Beamter der VG Verwaltung) überzeugte er sich, wie interessiert die Schüler des Leistungskurses sich den politischen Fragen rund um die Wahl stellten. Sei es die Frage, ob Jugendliche schon ab 16 Jahren wählen dürfen sollten – wobei die Meinungen auseinandergingen – oder zu den Parteiprogrammen: In kürzester Zeit entfaltete sich eine rege und lebhafte Diskussion der Jugendlichen. Abschließend meinte Schulleiterin Ute Klapthor anerkennend: „Hier wird das Erlernen von Demokratie verwirklicht!“ Auch Bürgermeister Gerhard Loos zollte den Schülern und dem Fachlehrer Anerkennung: „Wir hätten Schwierigkeiten gehabt, alle Wahlvorstände ohne Sie zu besetzen. Danke für die praktische Unterstützung.“ Die Zusammenarbeit in punkto Wahl soll keine einmalige Sache sein, sondern auch künftig weiterentwickelt werden. Ganz praktisch will die Verwaltung, so sagte Markus Sehr, damit auch einen Betrag leisten im Wissen der Jugendlichen um die politische Willensbildung und wie sie konkret stattfindet. Teil des Projektes war es auch, dass die 22 Jugendlichen sich an der Juniorwahl 2016 zum Landtag beteiligten. Dazu erhielt jeder eine Wahlbeteiligung, mit der er dann in einem Wahllokal in der Schule seine Stimme abgeben durfte.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung