Unterwegs in der europäischen Finanzmetropole – Leistungskurs besucht Börsenplatz in Frankfurt

Wer im deutschen und internationalen Bankgeschäft Rang und Namen hat, ist in Frankfurt präsent. Grund genug, um als Leistungskurs Sozialkunde (MSS 11) den Wirtschaftsunterricht in einer Exkursion an der Mainmetropole zu vertiefen.
Den Beginn der ökonomischen Exkursion machte dabei der Besuch der Frankfurter Wertpapierböse. Denkt man als Laie an die Börse, hat man unwillkürlich das Bild vom turbulenten Parketthandel vor Augen: wild gestikulierende Händler, die sich per Handzeichen verständigen und per Zuruf Geschäfte abschließen. Auch, wenn der Bulle und der Bär vor der Deutschen Börse dieses turbulente Geschäft und die steigenden und fallenden Kurse bis heute symbolisieren, bemerken die Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums schnell, dass die Zeiten des Pakethandels lange vorbei sind. Beim Abstecher auf die Aussichtsgalerie und nach einem Einführungsvortrag wurde für die Schüler schnell deutlich, dass Börsenhandel heute elektronisch, sekundenschnell und weltweit organisiert ist. Auch wird nun besser verständlich, was sich hintern den täglichen Livebildern und der Berichterstattung von der Frankfurter Börse steht und was der Deutsche Aktienindex (DAX) ausdrückt.
Die lange Geschichte des Geldes und den Weg zum Börsenhandel konnten die Schüler des Leistungskurses im Anschluss im Geldmuseum der Bundesbank vertiefen. Das Museum nähert sich den Themen Bargeld, Buchgeld, Geldpolitik und Geld global in unterschiedlichen multimedialen Ansätzen und richtet sich ausdrücklich auch an das junge Publikum. Das Thema Zahlungsverkehr wird dabei anhand eines fiktiven Besuchs in einer Bankfiliale erlebbar gemacht. Während des Aufenthalts in einem nachgebauten Supermarkt erfährt der Museumsgast, was Inflation bedeutet und warum stabiles Geld so wichtig ist. Eine Besonderheit des neuen Geldmuseums bildet am Ende ein 12,5 Kilogramm schwerer Goldbarren aus dem Bestand der Deutschen Bundesbank.
In einem letzten Tagesabschnitt stand für die Schüler die größte Arbeitsstätte Deutschlands im Mittelpunkt. Am Frankfurter Flughafen, in einer Vorfeldtour über das Flughafengelände, wurde verständlich, was hinter den Kulissen eines Großflughafens stattfindet, wir Arbeitsprozesse koordiniert werden und welche Rolle ein internationaler Flughafen für Wirtschaftsstandort Deutschland hat.  Hier wird am Ende eines langen Exkursionstages erkennbar, wie in der Wirtschaft und in der Finanzwelt die großen und die kleinen Dinge zusammenspielen, welche Rolle Geld- und Geldpolitik für den Alltag spielen und dass wirtschaftliche Zusammenhänge auch immer Auswirkungen auf das tägliche Leben haben können.
Text und Bilder: Sebastian Schran