Großer Reichtum an musikalischen Talenten in der Region

Westerburg. Vier Chöre, zwei Bands, zwei Gitarren-AGs und eine stattliche Anzahl von Solisten und Solistinnen begeisterten die Zuhörer beim traditionellen Schulkonzert des Konrad-Adenauer-Gymnasiums, das am vergangenen Donnerstagabend in der voll besetzten Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums präsentiert wurde.

Von klassischen Stücken über traditionelle Volksmusik aus unterschiedlichen Weltgegenden, Beatles-Songs bis hin zu Rock, Soul und Pop waren alle Stilrichtungen bunt gemischt. Instrumentalstücke und Gesangssolisten wechselten sich ab mit den Darbietungen der Chöre und auch die einzelnen Ensembles setzten auf Kontraste – mal ruhig und besinnlich, dann wieder heiter und ausgelassen. Das Publikum erlebte einen abwechslungsreichen Abend.

Ebenso bunt gemischt wie das Programm war auch der Kreis der Akteure. Von den Allerjüngsten, die in Konnie’s Brass Band (Sabine Melchori) oder im Chor der 5. Klassen (Sabine von Keitz) ihr musikalisches Talent bewiesen, bis hin zu den Abiturienten waren alle Alterstufen vertreten. Während der Oberstufenchor (Dace Schätzel und Reinhard Strauch) und der A-Cappella-Chor (Dace Schätzel), neben „Mädchen lach’ doch mal“ von den Wise Guys überwiegend klassische und traditionelle Lieder zum Besten gaben, stand beim Vortrag der Gitarren-AG, die für April ihr eigenes Konzert plant, eine eher soulige Note im Vordergrund, hervorragend zur Geltung gebracht durch die Gesangseinlagen von Katharina Kaiser, Timea Kehr und Jonathan Klamer. Der von Andreas Schröder und Sabine von Keitz vor mittlerweile sechs Jahren ins Leben gerufene Projektchor, bestehend aus Schülern, Lehrern und Eltern, setzte mit „Mah-na-mah-na“ von Piero Umiliani einen humorvollen Akzent.

Besonderen Beifall erhielten die Solistinnen und Solisten. Hannah Wolf spielte unter Begleitung ihres Vaters (Klavier) den 4. Satz aus der „Sonate für Querflöte“ von Pietro Locatelli. Der Hornist Matthias Sehr interpretierte, begleitet von Niklas Schüßler,  zwei moderne Klassiker, Harald Kipping spielte auf dem Kontrabass die „Sarabande“ von G.F. Händel und ließ den Elefanten aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns lebendig werden. Dieser Beitrag wie auch zahlreiche Lieder wurden auf dem Klavier begleitet von Johannes Schröder. Mit ihren schönen Stimmen begeisterten Maximilian Düngen (unterstützt von Julia Naas), Yamina Blankenhagen und Linda Stahl, die unter Gitarrenbegleitung von Ian List eine moderne Fassung des schottischen Volksliedes „Amazing Grace“ vortrug.

Durch das Programm leitete Reinhard Strauch, der am Klavier ebenso wie beim Dirigieren des Oberstufenchors und der Big Band, deren schwungvolle Melodien den krönenden Abschluss bildeten, wieder einmal ganz in seinem Element war.

Ein Dutzend junger Gitarristen in der von Rolf Tempelhagen (Kreismusikschule) geleiteten Nachwuchs-Gitarren-AG, fast ebenso viele Violinisten in Konnie’s Strings (Initiatorin: Sabine Melchiori) und ein Chor von über 20 Fünftklässlern, die konzentriert und locker zugleich beschwingte Melodien vortrugen – dies bestätigt nicht nur die gute Zusammenarbeit der Musikpädagogen des Gymnasiums und der Kreismusikschule, sondern zeigt auch, dass in den Elternhäusern musikalische Förderung großgeschrieben wird und man sich von daher um Nachwuchs keine Sorgen machen muss.

So konnte die Schulleiterin Ute Klapthor am Ende den Leitern und Leiterinnen der Chöre und Ensembles – neben den oben bereits genannten – auch Barbara Hückel und Joschka Wirtz,  ebenso wie den Eltern und allen Helfern, die hinter den Kulissen mitgewirkt hatten, am Ende ihren wohlverdienten Dank aussprechen. Bei dieser Gelegenheit erinnerte sie daran, dass man bei aller Freude über den schönen und gelungenen Abend das Schicksal der Menschen in Japan nicht vergessen hatte. Zum Zeichen der Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe wurde am folgenden Freitag eine Gedenkminute eingelegt.

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