Besucherrekord beim Schulkonzert des Konrad-Adenauer-Gymnasiums

Selten war der Ansturm der Gäste, aber auch die Zahl der Akteure so groß wie beim diesjährigen Schulkonzert am 29. Februar. Bei einem äußerst vielseitigen dreistündigen Programm, das von Mozartklängen bis hin zum Technosound reichte, kamen alle Musikfreunde voll auf ihre Kosten.

„Hut ab vor den jungen Leuten, was die alles leisten“, lautete der Kommentar einer Zuhörerin nach der ersten Hälfte des Programms, in der sich hauptsächlich die jüngeren und jüngsten Nachwuchsmusiker der Schule präsentierten.

Kaum überschaubar ihre Zahl, als die beiden Instrumentalgruppen Konnie’s Brassband und Konnie’s Strings gemeinsam mit dem von Dace Schätzel eigens gegründeten Unterstufenchor das Konzert eröffneten.

An den jungen Gesichtern konnte man ihre große Freude am gemeinsamen Musizieren und am vielfach ersten öffentlichen Auftritt ablesen. Durch Maximilian Düngen und Wiebke Gläsener, die erstmalig in diesem Jahr das Programm moderierten, erfuhren die Zuhörer dann auch endlich, was es mit den Namen der von Sabine Melchiori ins Leben gerufenen „Talentschmiede“ für junge Instrumentalisten auf sich hat. Sie gehen – wie könnte es auch anders sein – auf den Namenspatron der Schule, Konrad Adenauer, zurück.

Die Kreismusikschule war, und dies ist bereits gute Tradition, auch diesmal am Programm beteiligt. Mit großem Ernst brachten die kleinen Künstler der Streicher-AG aus der Jahrgangsstufe 5 unter Anleitung ihrer Musiklehrerin Lucja Frommelius kurze traditionelle Weisen aus England und Amerika dar und endeten mit dem teils melancholisch, teils lustig klingenden Stück „Mückentanz“. Rolf Tempelhagen hatte mit seiner Nachwuchs-Gitarren-AG der Klassen 6 unter anderem Tangorhythmen von Gerret de Boer oder auch den Beatles-Song „Obladi Oblada“ sehr gut einstudiert.

Dass die Schule gleich mit zwei von Schülern (Lukas Loos sowie Timea Kehr und Dominic Rinker) eigenständig geleiteten Gitarren-AGs aufwarten kann, beweist den großen Anklang, den dieses Instrument heute findet.

Die Gitarristen der Mittelstufe gaben zusammen mit den Sängerinnen Alisa Lauf und Leona Schneider moderne Popmusik zum Besten. Insbesondere mit dem tiefgründigen Lied „Je veux“ von Zaz, gesanglich eindrucksvoll präsentiert von Timea Kehr und Lorenzo Bruno die Stefano, bewies die Gitarren-AG der Oberstufe neben ihrem coolen Auftreten und gekonnten Spiel wieder einmal ihren intellektuellen, gesellschaftskritischen Anspruch und erntete dafür wahre Beifallsstürme.

Ganz besonders begeisterten auch die Solisten ihr Publikum: am Klavier Rebecca Sörger mit ihrer stimmungsvollen Darbietung der Komposition „Giorni dispari“ des Italieners Ludovico Einaudi wie auch Franziska Tischbein, die ein anspruchsvolles Adagio in f-Moll von Mozart einfühlsam und zugleich ausdrucksstark interpretierte, und Linda Stahl, die im Duett mit Lorenzo Bruno di Stefano das Lied „Book of Love“ von Peter Gabriel vortrug.

Großen Beifall erhielt Sarah Rittweger für ihr großartiges Rhythmusgefühl und ihre Virtuosität auf dem Konzertakkordeon, mit dem sie eine Atmosphäre südamerikanischer Lebenslust und Leidenschaftlichkeit heraufbeschwor. Theresa Held (Querflöte) und Fabian Schmalor (Klavier) schlugen mit dem Titel „River flows in you“ romantische Töne an.

Ihre große Variationsbreite und ihr gesangliches Können bewiesen auch die drei Chöre der Schule: Der Oberstufenchor, mit rund 70 Sängerinnen und Sängern der größte, brachte mit drei echten Hits, darunter einem vielstimmig vorgetragenen „The Sounds of Silence“ und dem ebenso bekannten Song „Halleluja“ von Leonard Cohen die Herzen zum Höherschlagen.

Begleitet wurde er von Alexander Schink (Gitarre), Lucas Schmidt (E-Bass), Joshua Wüst (Schlagzeug) und − sehr eindrucksvoll − Niklas Schüßler am Klavier. Der Projektchor Intermezzo, wie der Oberstufenchor geleitet durch Sabine von Keitz, setzt sich aus Schülern, Eltern und Lehrern zusammen und tritt jeweils nur zu besonderen Anlässen zusammen. „Wir haben schon seit der Schulzeit immer gerne gesungen und möchten uns hierdurch aktiv am Schulleben beteiligen“, erklärte das neu hinzugekommene Lehrerehepaar Bärbel und Georg Kempf die Motivation zu ihrer Mitwirkung.

Johannes Schröder, der inzwischen in Köln Musik studiert, dessen Klavierspiel in den vergangenen Jahren aber allen in lebhafter Erinnerung geblieben ist, übernahm die Begleitung. Weitere Sängerinnen und Sänger sind im Projektchor jederzeit willkommen! Das A-Cappella-Ensemble, dirigiert von Dace Schätzel, brachte unter anderem den Song „Tekkno“ von den Wise Guys zu Gehör, in dem bekannte Kinderlieder wie „Alle meine Entchen“ eine witzige Verbindung mit der Techno-Welt eingehen.

Den krönenden Abschluss bildeten, wie immer, die beschwingten Rhythmen der Big Band, darunter „Puttin‘ on the Ritz“ von Irving Berlin. Ihr Dirigent Reinhard Strauch und Schulleiterin Ute Klapthor dankten zum Abschluss allen beteiligten Künstlern und Helfern hinter den Kulissen, insbesondere Uwe Dietze und seiner Technik-AG, für den rundum gelungenen, unterhaltsamen Abend.

Leider mussten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche langjährige Mitglieder der Chöre und Ensembles verabschiedet werden, da sie uns nach bestandenem Abitur demnächst verlassen werden. Ihnen allen wünscht die Schulgemeinschaft für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Freude an der Musik!

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Text: W. Strickhausen

Fotos: T. Mehlfeldt

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