Einmal im Rampenlicht... Workshop „Kreatives Schreiben“ begeisterte

Ein zweitägiger Workshop zum Thema „Kreatives Schreiben” mit der Autorin Anngret Held fand Mitte März im Burgmannenhaus Westerburg statt. Unter den 16 Teilnehmern fanden sich Schülerinnen und Schüler beinahe aller Klassenstufen wieder, die bereits allerhand Vorwissen sowie eigenständige Projekte mitbrachten.

Zum Einstieg begann Annegret Held den ersten Tag mit der Vorstellung ihrer Person sowie bisherigen Arbeiten, ehe die Schüler über sich und ihre überraschend umfangreichen Erfahrungen mit dem Schreiben berichteten. Eine Übung, bei der man zehn Minuten lang all seine Gedanken aufschreibt, bildete den „schriftlichen Einstieg“ für die Teilnehmer. Die nächsten 20 Minuten beschäftigte man sich mit unterschiedlichen Aufgaben, in denen man jeweils eine bestimmte Atmosphäre geschickt mit Worten aufbauen musste. Nachdem sich jeder ins Schreiben eingefunden hatte, war es an der Zeit, eigenständig weiterzuarbeiten. Bis zur Mittagszeit suchten sich die jungen Autoren einen Ort auf dem Gelände, um sich dort allein oder in Kleingruppen Gedanken um ihre anstehenden Schreibprojekte zu machen. Dem Inhalt waren dabei keine Grenzen gesetzt, wodurch letztendlich die unterschiedlichsten Richtungen zustande kamen, die daraufhin im gesamten Kurs vorgestellt wurden. Der nächste Morgen knüpfte genau an dieser Stelle an. Für einige Stunden wurde eifrig an den Texten weitergearbeitet. Daran anschließend gab es die letzte Aufgabe für die Schüler. Der nicht leichte Auftrag, die früheste Erinnerung mit allen Sinnen zu erfassen und zu Papier zu bringen, brachte umfangreiche und interessante Ergebnisse zustande. Mit Kaffee und Kuchen sowie angeregten Unterhaltungen klang die gemeinsame Zeit langsam aus. In diesen beiden Tagen sammelten nicht nur die Schüler neue Erfahrungen, auch die Organisatoren, Frau Stahl und Herr Buchner, sowie Annegret Held konnten ihren Horizont in vielerlei Hinsicht erweitern. Im Namen aller Teilnehmer ist ein großes Lob an Annegret Held auszusprechen, die sich die Zeit nahm, möglichst vielen Schülern eine persönliche Rückmeldung sowie Ratschläge zu geben. Eine Schülerin der MSS 13 formulierte ihre Eindrücke und ihr Dankeschön an Annegret Held so:
„Nicht nur die kleinen Übungen, die Sie uns gezeigt haben und die man mit Leichtigkeit zuhause wiederholen kann, sondern auch die persönliche Rückmeldung, die wir von Ihnen erhalten haben, waren eine große Hilfe und Ermutigung für mich. Schreiben passiert sonst immer im Hinterkämmerchen, ein leises Hobby, mit dem man selten auf eine Bühne kommt, ein Hobby das manch einer vielleicht lieber für sich behalten würde. Mit dem Workshop haben die Schriftsteller unserer Schule das bisschen Rampenlicht bekommen, das sie ebenso wie jeder andere Künstler und Musiker verdienen. Zudem hatte ich das Gefühl, dass ich auch individuell von den Verbesserungsvorschlägen bezüglich meiner Geschichte profitieren konnte.“ Als Erinnerung zum Anfassen ist eine Geschichtensammlung der entstandenen Texte in Arbeit, die als geducktes Buch in der Bibliothek erscheinen wird.
 
Bericht: Celina Blum und Lisa Klöckner
Fotos: C. Buchner