Klassenfahrt der 10e nach Berlin

Am Dienstag, den 06. Juni 2017 begaben sich alle Schüler und Schülerinnen der zehnten Klassen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums auf ihre vorerst letzte Klassenfahrt nach Berlin.

Um mittags anzukommen, fuhren die Jugendlichen mit ihren Lehrkräften schon früh am Morgen los. So starteten alle dementsprechend müde und schliefen sich aber größtenteils auf der achtstündigen Fahrt aus.
In Berlin angekommen, wurde eine kurze Rast inklusive Mittagessen in der Cafeteria eingelegt und die Zimmer der Jugendherberge begutachtet und bezogen. Dabei kam es lustigerweise schon zu einer Kofferverwechslung, die für viel Trubel sorgte und viele Lacher für sich beanspruchte.
Daraufhin konnten erste Eindrücke von Berlin durch einen Spaziergang durch den riesigen Tiergarten gewonnen werden und man bewunderte die Wahrzeichen, wie zum Beispiel der Siegessäle. Das Ganze wurde von interessanten Informationen durch Referate unterstützt.
Schließlich erreichten alle den Reichstag, wo eine Vorlesung von einem Mitarbeiter und die Besichtigung der Kuppel mithilfe eines Audioguides stattfand. So konnten die Schüler viele neue Informationen und Fakten für das Fach Sozialkunde erfahren, die ihnen in der bevorstehenden Oberstufe hilfreich sein werden.
Gegen Abend bekamen die Jugendlichen dann ein wenig Zeit, um sich ein Lokal zum Abendessen zu suchen und den berühmten Potsdamer Platz zu erkunden.
Nach dem Heimlaufen zur nahe gelegenen Jugendherberge waren viele Schüler, aber auch die Lehrer todmüde und traten nach dem anstrengenden Tag den Weg ins Bett an.
Der zweite Tag startete mit einem einladenden Frühstück am Buffet der Jugendherberge. Nach der Stärkung wurde mit dem Bus der Weg zum Hauptstadtstudio des ZDF angetreten, wo die Klassen 10c und e die Möglichkeit bekamen, einer Sendung des „mo:ma“  beizuwohnen und eine anschließende Studioführung durch einen Mitarbeiter erhielten.
Gegen Mittag wurde sich dann auf den Weg zu dem Museum des „Deutschen Widerstands“ gemacht, was sich nur wenige Meter von der Jugendherberge befand und der Ort war, an dem Stauffenberg seinen Anschlag auf Hitler plante.
Dort wurde mit vielen Fragen an den Mitarbeiter während der Führung gestellt und eine riesige Diskussion entbrannte über verschiedene moralische Fragen, welche nicht eindeutig zu beantworten sind. Auf diese Weise war es möglich, Interaktivität mit dem Lernen wichtiger Informationen zu vereinen und bei vielen Schülern großes Interesse zu wecken.
Gegen halb drei ging es dann ins original erhaltene Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Durch Führungen mit Zeitzeugen, die an ihrem Beispiel die Funktion und Taten im Gefängnis erklärten und die Tour durch die unzähligen Zellentrakte durchführten, waren viele Schüler sehr betroffen und konnten sich viel besser in die damaligen Zustände hineindenken. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet, wodurch viele Informationen wie von alleine im Kopf hängenblieben.
Daraufhin wurde der Rückweg in die Jugendherberge angetreten, wo das Abendessen stattfand und die Schüler noch ein wenig Freizeit hatten.
Später am Abend wurde der Fernsehturm am Alexanderplatz besichtigt, wodurch die Jugendlichen einen sehr guten Ausblick während des wunderschönen Sonnenuntergangs gewinnen konnten.
Am nächsten Tag wurde dann wieder ein Spaziergang durch die Stadt gemacht, wo weitere Referate folgten. Um die ganze Stadt besser kennenzulernen, folgte darauf eine Spree-Schifffahrt mit Audioguide. Nach der Schifffahrt folgte dann die Besichtigung der riesigen und wunderschönen Hackeschen Höfe, die viele Jugendliche fasziniert bewunderten. In der Mittagspause besuchten viele ein „American Diner“  oder gingen in diesem Teil der Stadt einkaufen oder bummelten durch einige Gassen und Läden. Nach weiteren Vorträgen wurde es wieder Ernst: Der Besuch der Gedenkstätte der Berliner Mauer stand an. Dort waren Teile der Mauer noch erhalten, sowie ein Teil des Todesstreifens und Nachbildungen der Grundrisse, beispielsweise von Häusern. Die Jugendlichen und ihre Lehrer hörten gespannt zu und waren durch die Verbindung von vorher gelerntem Wissen mit der Authentizität des Ortes über die Vergangenheit geschockt.
Nachmittags hatten die Schüler und Schülerinnen dann Freizeit, wo viele die „Mall of Berlin“ oder die „Arcaden“ am Potsdamer Platz besuchten und ausgiebig shoppen gingen und hin und wieder einige Souvenirs und Geschenke für Familie und Freunde kauften.
Zurück in der Jugendherberge machten sich die Jugendlichen für das Kabarett „Das ist der Gipfel“ fertig und aßen noch gemütlich zu Abend.
Mit dem Bus war der Weg nicht weit und alle genossen das Satire-Theaterstück, was durchaus anspruchsvoll zu verstehen war, aber eine klare, politisch verständliche Meinung ausstrahlte und vor allem die heutigen Probleme der Politik ansprach und an den Zuschauer gegen Ignoranz, Desinteresse und das Totschweigen appellierte.
Den Rest des Abends, der gleichzeitig der letzte gemeinsame war, verbrachten viele Jugendliche, indem sie zusammensaßen und miteinander redeten und Spiele spielten.
Am letzten Tag wurden dann nach dem Frühstück die zahlreichen und nun oftmals schwereren Koffer in den Bus verladen. Ein weiterer Spaziergang durch die Stadt mit Referaten komplementierten die Eindrücke und Stadtkenntnisse von Berlin.
Das Madame Tussauds bildete dann nochmal einen Höhepunkt für viele Schüler und Schülerinnen. Es wurden zahlreiche Fotos mit aktuellen Stars und Sternchen geschossen, aber auch historische Personen, wie zum Beispiel Anne Frank oder auch Adolf Hitler angeschaut und teilweise geschockt, aber durchaus neugierig besichtigt.
Außerdem ließen sich viele Jugendliche ihre Hand in Wachs gießen und verewigten sich somit.
Nach dieser gelockerten Stimmung wurde dann ein letztes Mal umgeschwenkt, indem das Museum unter dem bekannten Holocaust-Mahnmal angeschaut wurde. Dieses lieferte durch originale Schriftstücke und Aufarbeitung in zahlreichen Methoden und Beispielen an einzelnen Personen und Familien eine gute Möglichkeit, alle gelernten Informationen nochmals zusammenzufassen und im Zusammenhang zu vereinigen.
Zuletzt wurde nochmals die Freizeit genutzt und machte die letzte individuelle Erkundung Berlins in Kleingruppen möglich, welche viele zum Einkaufen für die nun anstehende lange Busfahrt nutzten.
Einmal im Bus sitzend, schliefen nahezu alle auf direktem Wege ein und hatten nochmals viel Spaß zusammen, wodurch das Gemeinschaftsgefühl und Vertrauen ungemein zunahmen.
Alles in allem genossen Schüler wie Lehrer diese Studienfahrt und lernten sehr viel, was in der Schule nicht so möglich gewesen wäre wie vor Ort. Trotzdem waren alle froh, ihre Familien und Freunde nach dieser anstrengenden Woche wieder in die Arme schließen zu können.
Text: Alisa Weyer
Bild: Eva-Maria Leidig

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