Westerwälder Schulen und die Universität Siegen kooperieren bei „Science to go”

Westerburger und Montabaurer Gymnasiasten erleben hautnah naturwissenschaftliche Experimente

Bereits zum fünften Mal fand vom 05.02. bis zum 07.02.2018 das „Heart-Beat-Project“ der Universität Siegen am Konrad-Adenauer-Gymnasium statt. Alle achten Klassen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Westerburg sowie 29 Schüler der Klasse 8e des Mons-Tabor-Gymnasiums Montabaur mit Dr. Rainer Kempf sowie weiteren Lehrkräfte konnten drei Tage lang unter dem Aspekt „MINT-on-Tour“ das Thema „Energie“ im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. In der Aula begrüßten die Schulleiterin Ute Klapthor sowie Dr. Thomas W. Groß die anwesenden Gäste und dankten ausdrücklich sowohl den Schülern als auch den begleitenden Lehrern des Mons-Tabor-Gymnasiums für ihr Interesse sowie die gute Kooperation. Anschließend stimmten die Tutoren der Universität Siegen die etwa 160 Schüler auf das dreitägige Projekt ein. Etwa 20 Studierende fungierten als Betreuer und Lernbegleiter und nutzten die Gelegenheit, ihr naturwissenschaftliches Wissen schon im Rahmen des Studiums pädagogisch geschickt vermitteln zu können. In insgesamt neun Experimenten entstanden funktionstüchtige Low-Cost-Maschinen zum Thema Energie.

Mit ihren aus einfachen Materialien selbst gebauten Maschinen führten die Lerngruppen spannende Versuche durch. So wurden ein einfacher aber funktionstüchtiger Elektromotor gebaut oder eine „Schüttel-Lampe“, die aus der Bewegungsenergie des Schüttelns gewonnene elektrische Energie mittels einer LED in Licht umsetzt. Weiterhin wurde eine einfache Batterie konstruiert sowie eine Maschine gebastelt, die aus Wärme Bewegungsenergie gewinnt - eine sogenannte Wärme-Kraft-Maschine. So konnten die 13- bis 14-Jährigen spielerisch aktuelle Probleme der Energiewende erfahren und hatten nebenbei viel Spaß beim gemeinsamen Experimentieren. Alle waren mit Begeisterung bei der Sache. Neben einer aufwändig gestalteten Projektmappe durften die Schülerinnen und Schüler die gebastelten Gerätschaften mit nach Hause nehmen: zum Zeigen, Ausprobieren und Weiterforschen.

Der vielfältige Ertrag des Projekts beschränkt sich nicht allein auf den naturwissenschaftlichen Unterricht, sondern begeistert die jungen Tüftler auch für weiteres Forschen und Entwickeln. Die Veranstalter sind sich wegen der positiven Rückmeldungen sicher: „Science to go“ ist eine hervorragende Gelegenheit, Naturwissenschaften praktisch zu erleben und zu demonstrieren. Für alle Beteiligten bedeutete das Projekt viel Freude beim Bauen, Experimentieren, Ausprobieren - aber sicher auch beim stolzen Zeigen der selbst gebauten Maschinen zu Hause.

Das von der Universität Siegen mustergültig geplante und auch vom Verein der Freunde und Förderer des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (FFEG) großzügig unterstützte Projekt unterstreicht nicht nur den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt der Westerburger und Montabaurer Gymnasien, sondern stärkte auch die Kooperation beider Schulen im Rahmen der Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“.

Allein schon die Tatsache, dass die gemeinsamen Experimentiertage zum fünften Mal in den Räumen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums stattfinden konnten – und man somit schon ein kleines „Jubiläum“ feiern durfte – zeigt, dass das sich das Erfahrbarmachen von Naturwissenschaften gerade parallel zum Anfangsunterricht in den MINT-Fächern Chemie und Physik in der Klassenstufe acht immer lohnt.

Ausdrücklich wird auch dem FFEG, dem Verein der Freunde und Förderer des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Westerburg, für die großzügige Unterstützung des Projekts gedankt.

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