Ute Klapthor gab als Schulleiterin den Zauberstab ab

Oberstudiendirektorin in den Ruhestand verabschiedet

Der Leitende Regierungsschuldirektor Lothar Bonin (li.) und Landrat Achim Schwickert (re.) wünschten Ute Klapthor für den Ruhestand alles Gute. Studiendirektor Holger Peda (2.v.re.) wird nach den Sommerferien für ein Jahr kommissarisch die Schulleitung übernehmen.

 

Großer Bahnhof im Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg. Neben Landrat Achim Schwickert und dem Leitenden Regierungsschuldirektor Lothar Bonin von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Koblenz waren viele Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben gekommen. Der Grund hierfür war die Verabschiedung der langjährigen Schulleiterin Ute Klapthor. Die noch 62-Jährige geht zum Ende des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand.

Mit einem bunten Programm nahmen die Schüler und das Kollegium Abschied. „Kurz, kurzweilig und von Kurzen“ (sprich von Schülern gestaltet) – so hatte sich die Oberstudiendirektorin ihre Feier gewünscht. Doch die vielen Ehrengäste, auch wenn sie sich kurz fassten, hatten viel zu sagen und sparten dabei nicht mit Lobesworten für die engagierte Schulleiterin. 

Vor elf Jahren hatte Ute Klapthor als neue Leiterin des Westerburger Gymnasiums aus den Händen des damaligen kommissarischen Leiters, Reinhard Schüller, den Zauberstab in Empfang genommen. Jetzt gab sie diesen an ihren Stellvertreter Holger Peda weiter. Der Studiendirektor wird nach den Sommerferien für ein Jahr kommissarisch die Schulleitung übernehmen. Dann erst tritt ein neuer Schulleiter seine Stelle an.

Lobende Worte

Holger Peda und Hanns Georg Tischbein hatten die ehrenvolle Aufgabe, die Tischrunden zu moderieren, die anstelle von Reden angedacht waren. Im Mittelpunkt der Gespräche standen neben Schule und Ausstattung auch Entwicklung, Digitalisierung und Leistungsniveau.

Dabei wurde das Gespräch auch immer wieder auf Ute Klapthor und die Zusammenarbeit gelenkt. „Viele Besprechungen haben wir nicht gebraucht“, bemerkte Landrat Schwickert hinsichtlich der An- und Umbaumaßnahmen am KAG, in die der Westerwaldkreis in den vergangenen Jahren acht Millionen Euro investierte. Er lobte die unkomplizierte, direkte und sachliche Art, die die Schulleiterin auszeichne und überreichte ihr zum Abschied ein Buchgeschenk. „Sie packt Probleme ohne Scheu an“, hob der Leitende Regierungsschuldirektor Bonin hervor. Bei Fragen und Problemen sei sie für ihn immer präsent gewesen. Ihr habe stets das Wohl der Schulgemeinschaft, der Schüler und Lehrer am Herzen gelegen. Eine Haltung, die Hochachtung verdiene, so Bonin. Abschließend überreichte er ihr eine vorübergehende Urkunde. Die offizielle erhalte sie erst zum 31. Juli.

Klappern

Christoph Rau (Personalrat) lobte die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, für Marlon Bruschek (Elternbeirat) war Klapthor bei Problemen auch am Wochenende erreichbar, Jörg Wengenroth berichtete von den Investitionen des Fördervereins und von Schülersprecher Jannik Habel war zu erfahren, dass jeder Vorschlag der SV von der Schulleiterin ergebnisoffen angenommen wurde.

Von „Klapthor zu klappern, was zum Geschäft gehört“, leitete Peda zur Filmvorführung mit dem „Cup Song“ über. Mit „I‘m still standig“ von Elton John hatte das Programm mit dem A cappella Ensemble unter der Leitung von Dace Schätzel einen musikalischen Auftakt genommen. Die Big Band erfreute unter der Leitung von Astrid Zahn mit „Tequila“ und der Chor der Mittel- und Oberstufe unter der Leitung von Sabine Dietze-von Keitz mit „Vois sur ton chemin“. 

Offene Türen

Als eine angenehme Zeit mit stets offenen Türen beschrieb Klaus Roth, Schulleiter der benachbarten Friedrich-Schweitzer-Schule, die vergangenen sieben Jahre. Die beiden Bildungseinrichtungen teilen sich Dach, Heizung und Hausmeister. „Ich habe Sie als jemanden erlebt, der seine Stimme klar und deutlich erhebt“, äußerte sich Ulrich Horz, der als Sprecher der Bezirksdirektorenvereinigung gekommen war. Gerhard Loos (Bürgermeister der VG Westerburg) dankte für die Unterstützung des KAG bei den Wahlen und wünschte Klapthor für den Ruhestand viele gute und gesunde Jahre im Kreise der Familie. Diesen guten Wünschen schlossen sich im Anschluss an den offiziellen Teil auch die übrigen Gäste an, die bei einem Umtrunk die Möglichkeit hatten, sich von Ute Klapthor zu verabschieden. Einige gute Weggefährten hatten Videobotschaften geschickt. 

Gedanken zum Abschied

„Mir fällt der Abschied nicht leicht“, bekannte Klapthor. Rückblickend habe es viele äußerst positive Ereignisse und Entwicklungen gegeben, zeitweise waren schwierige Situationen zu meistern. Sie sei froh, mit engagierten Menschen zusammengearbeitet zu haben, denen es ebenso wie ihr ein Anliegen gewesen war, im ländlichen Raum ein gutes Bildungsangebot zu bieten. „Ich hatte herausragende Chancen im Leben“, dankte sie ihrer Familie und den Menschen, die sie stets unterstützten. Ihr Dank galt dem gesamten Team und auch den Partnern, die mit der Schule zusammenarbeiten. In ihrer Rede ging sie auch kurz auf das vielfältige Angebot des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ein, das sich auf Initiative der Schülervertretung für den Deutschen Schülerpreis beworben hat.

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Text: Ulrike Preis
Foto: Thorsten Mehlfeldt