REdUSE!

Ressourcen schonen? Nachhaltig wirtschaften? Ökologisch leben? Diese Fragen sind nicht neu, doch leider existieren weltweit weiterhin massive Umweltschäden; wir müssen feststellen, dass wir unsere Lebensgrundlage, unseren eigenen Planeten, zerstören.

Nachhaltige persönliche Entscheidungen zu treffen, nachhaltig zu handeln und die komplexen Zusammenhänge der Umweltzerstörung zu verstehen waren Ziele der Veranstaltung „REdUSE“ der gemeinnützigen Organisation Multivision, die unsere Schule am 29. August 2018 erneut mit ihrem aktuellen Projekt besuchte.

Der Titel der Veranstaltung ist maßgeblich Programm: Die aus dem Englischen stammenden Wörter reduce und reuse werden hier durch ein Wortspiel elegant vereint und zeigen insbesondere die Zusammengehörigkeit dieser beiden Handlungen auf. Zum einen sollen der Verbrauch von Rohstoffen reduziert und zum anderen durch Recyclingprozesse diese Rohstoffe wiederverwertet werden.

Die 6. bis 10. Klassen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums wurden in einer zweistündigen Veranstaltung über den Ist-Zustand unserer Erde in Bezug auf Ressourcennutzung, -verschwendung und deren Wiederverwertung informiert. Zwei sehr kompetente Vertreter der „Multivision“ moderierten den Beitrag und erreichten die Schülerschaft durch ansprechendes und modernes Infotainment. Der zum Teil interaktive Moderationsteil schloss die Lebenswelt der Schüler mit ein und zeigte den unterschiedlichen Zielgruppen ihren eigenen Verbrauch von Ressourcen auf.

Alltägliche Ressourcennutzung durch Wasser, Treibstoff oder Papier und deren Recyclingmöglichkeiten wurden zu Beginn der Veranstaltung im Austausch mit den Schülern angesprochen. Wesentlich eindrucksvoller waren im Folgenden konkrete Hintergründe zur Herstellung von modernen Jeans mit speziellen Waschungen, die sich in jedem Teenagerschrank finden lassen. Neben den bedenklichen und gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen der Menschen wurden die ökologischen Auswirkungen auf die Umwelt vor Ort bei der Herstellung dieser Stoffe thematisiert. 

Ein gegenwärtiger Trend des Upcyclings wurde in der Veranstaltung am Beispiel der Wiederverwertung von Wolle aufgezeigt. Das Wiederverwenden von Stoffen nach dem Prinzip „aus alt mach neu“ ist an unserer Schule nicht zum ersten Mal Thema. Im letzten Schuljahr beschäftigte sich unter anderem eine Schülergruppe im Rahmen der Projektwoche mit diesem Thema und stellte z.B. Produkte aus alten Stoffresten oder alten T-Shirts und Kleidern her.

Jeder Teilnehmer der Veranstaltung erkennt zwangsläufig, dass die persönlichen Lebensstile größtenteils denen entsprechen, die zur sukzessiven Umweltzerstörung führen. Vor allem die Erkenntnis, dass man nicht wahrnimmt, was man nicht sieht, ist erschreckend: So sieht man nicht den chinesischen Fabrikarbeiter, der – im wahrsten Sinne des Wortes – unseren Jeans den letzten Schliff verpasst. 

Die zum Teil sehr emotionale Veranstaltung löst durch die filmische Umsetzung Betroffenheit aus – ja. Viel wichtiger ist, dass sie dennoch auch für jeden Einzelnen in unserer Gesellschaft Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, wie wir unsere Umwelt schützen können, nicht respektlos mit ihr umgehen und unsere Ressourcen schonen. 

Damit wir außerschulische Partner in unsere Schule einladen können, die uns mit ihren aktuellen Informationen im Unterricht unterstützen, bedarf es tatkräftiger Unterstützung. Durch das Engagements der lokalen Unternehmen ABUS, die Vecoplan AG und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH konnte der Kostenbeitrag für die Schülerinnen und Schüler sehr gering gehalten werden. Wir freuen uns außerordentlich über dieses Interesse in die Ausbildung unserer Schülerschaft und bedanken uns nochmals herzlich dafür.

Die Fachschaft Erdkunde