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"Resumen" der Kursfahrt des Spanisch-Grundkurses

Die sagenumwobene Sprachreise begann, als sich am Sonntagmorgen 14 müde Schüler und zwei kompetent-feminine Lehrkräfte mehr oder weniger pünktlich am Flughafen in Frankfurt trafen. Das Boarding und auch die kurze Reise mit dem Shuttle war schnell erledigt, sodass der gefürchtete Ryanair-Flieger pünktlich abhob.

In Spanien angekommen sammelte die Señora Leidig ihre Schäfchen um sich und führte diese vornehmlich in die spanische Essenskultur ein. Auch der Strand wurde besichtigt, die asiatische 'mahsasch' aber des Öfteren abgelehnt.
In dem nahen Museum für moderne Kunst konnte das Wort 'Schäfchen' für die Ausstellung der lebensgroßen Tiere wörtlich verstanden werden. Einige hatten wenigstens einen Kopf, andere wiederum weniger. Wir einigten uns auf eine befremdliche Bilanz.
Der erfolgreiche Tag ließ abends ebenfalls einen Siegeszug auf die berühmt-berüchtigte Dachterrasse mit ihrem unglaublichen Ambiente und dafür auch unglaublich teuren Angeboten zu.
Am nächsten Tag ging es dann im gemächlichen Tempo der Spanier zu unserem, zur neuen Inspiration erklärten 'Café con libros'. Auf dem Weg wurden einige dann leider wortwörtlich beschissen (darunter auch die Señora) und das nicht nur von einer böswilligen Taube, sondern auch von dem Stadtführer, der plötzlich Wucherpreise verlangte. Stattdessen ging es in die riesigen Markthallen Málagas, um für ein gemeinsames Picknick einzukaufen. Schließlich probierten alle sogar den eingelegten Knoblauch, welcher als eklig eingestuft, dann aber für lecker erklärt wurde.
Am Strand widmeten sich unsere jungen Astralkörper dann dem Sonnen und unterzogen sich daraufhin auch einem Bummel in der Stadt. Die Bootstour auf dem Catamaran stellte sich leider gegenteilig als 'zum Kotzen' heraus. Zur wichtigsten Vokabel des Tages wurde 'bolsa!' (Tüte) erklärt. Trotzdem eignete die Fahrt sich wenigstens für Fotos und einen Besuch des offenen Meeres in Bademontour. Nach diesem Ereignis suchten die meisten von uns in einem gemäßigteren Tempo verschiedene Lokale und vor allem die Dachterrasse auf.
Am dritten Tage standen wir Jugendlichen auf Anweisung unserer Hirtin dann auch früher auf (von den Toten). Die Besichtigung der 'Alcazaba' und der angrenzenden 'Gibralfaro' verlangte uns beim Aufstieg nämlich einiges ab. Bei gleißender Sonne und 30 Grad im Schatten kämpften wir uns mutig voran, immer in der Hoffnung auf ästhetische Instagram-Schnappschüsse und einen atemberaubenden Ausblick. In den Ruhepausen wurden auch noch einige Referate zur Bildung hinzugefügt, sodass eine perfekte Mischung aus körperlicher und geistiger Anstrengung erreicht wurde. Nach dem Abstieg jedoch hätten sich wohl einige die 'mahsasch'' gewünscht.
Der Donnerstag begann mit einer zweistündigen Busfahrt in das ferne, sonnige Granada. Der erste Eindruck der Stadt wurde bei einigen Schülern möglicherweise durch eine Geschichte der Señora Leidig beeinflusst, die erzählte, wie sie einst dort von einem Mann angesprochen wurde, welcher möglicherweise bewusstseinserweiternde Mittel zu sich genommen hatte und sie im Zuge dessen mit zu sich nach Hause nehmen wollte. Was lernen wir daraus? Finger weg von Drogen, Kinder!
Trotz dieser Schreckensgeschichte stellte sich die Stadt dann aber doch als schön heraus und nach kurzer Zeit, welche alle Schäfchen nutzten, um sich ihre Bäuche vollzuschlagen, begab sich unsere Truppe dann hinauf zur Festung 'Alhambra' - einem wirklich beeindruckenden, riesigen Bauwerk.
Dort ergaben sich dann unglücklicherweise einige Schwierigkeiten, da die Señora nämlich vergessen hatte, für Cheyenne, die erst zu Beginn des Schuljahres zur Schäfchenherde dazugestoßen war, ein Ticket nachzubuchen.  
Da sich das mehr als nur unfreundliche Personal, welches schnell als "deutscher als deutsch" eingestuft wurde, jedoch als absolut nicht hilfsbereit herausstellte, war es schließlich die Señora selbst, die ihre Schäfchenherde der Ersatzhirtin namens Frau Wasem überlassen musste und während der Besichtigung draußen wartete. Eine "leidige" Angelegenheit, aber auch den Besten passieren mal Fehler.
Natürlich ließ sich unser Kurs sofort etwas einfallen, um die Señora zu trösten und hielt es für eine unglaublich originelle Idee, als Entschädigung einige möglicherweise nicht ganz legal gepflückte, aber dafür umso frischere Orangen aus dem Garten der Alhambra mitzubringen.
Die Festung selbst beherbergt mehrere wunderschöne Innenhöfe, Gärten und Räume. Auch wenn allen am Ende die Füße schmerzten, war es doch trotz aller Anstrengungen ein lohnendes Erlebnis.
Zum Abschluss besorgten sich alle ihr wohlverdientes Essen in der Stadt, bevor es wieder zurück nach Málaga ging, wo sich die versammelte Mannschaft schließlich spätabends und sehr erschöpft ins Bett begab.
Donnerstags dann versammelten wir uns vor der Stierkampfarena, wo ein interessantes Referat zu dieser gehalten wurde. Glücklicherweise war diese aufgrund von Bauarbeiten gesperrt, sodass die Wut einiger Schüler über die unmenschlichen Kämpfe in Grenzen gehalten werden konnte.
Der restliche Tag diente der Freizeitgestaltung, welche größtenteils aus einem Strandbesuch mit dazugehörigen Bräunen - für einige leider auch Röten - bestand.
Abends ging unsere Herde ein letztes Mal gemeinsam essen - und dann gleich ein 5-Gänge-Menü mit dazugehörigem Tinto Verano! Dieser wurde schnell zu solch einem Spaß, dass Eiswürfel auch mal im Brotkorb landeten.
Wir unterhielten uns viel über die Kursfahrt, aber auch über andere Themen wie Señora Leidigs Freund. Als diese dann ein Bild von ihm heraus kramte, auf welchem er mit dem 16-jährigen Cousin Frau Leidigs zu sehen war, schmeichelte Lena Maries Frage, welcher von beiden es denn nun sei, der Señora sicher sehr.
Nach dem außerordentlich füllenden Essen wurde ein letztes Mal der Strand besucht und einige wenige Schäfchen, die noch nicht vollkommen gefüllt waren, oder: deren Magenvolumen ins Unendliche zu gehen schien, gönnten sich zum Abschluss noch einen Frozen Yoghurt bei "Llaollao".
Dann ging es für die meisten ins Bett. An eine ruhige Nacht war allerdings nicht zu denken, da mehrere Reisegruppen selbst um drei Uhr morgens noch solch einen Lärm machten, dass schließlich die Polizei gerufen wurde. Dementsprechend müde waren alle, als es am nächsten Morgen bereits früh Richtung Flughafen ging.
Doch auch dort lief nicht alles nach Plan, da der Flug im Endeffekt über eine Stunde Verspätung hatte.
Schlussendlich landeten wir jedoch alle am Nachmittag in Deutschland und blickten zufrieden auf eine schöne Woche zurück.
Wir sagen 'Danke Frau Leidig und Frau Wasem!' für die Kursfahrt, die zwar nicht ganz ohne kleinere Vorfälle verlief, im Endeffekt aber ein riesiger Erfolg war!