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Mit raffinierter Karosserie und Rennreifen schneller ins Ziel

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen von autonomen Robotern in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Westerburg fand zum siebten Mal statt.

Begeistert feuerten die zehnten Klassen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums die Teams beim diesjährigen RoboCup-Wettbewerb an, in dem selbstgebaute, fahrende Mini-Roboter gegeneinander antreten. In monatelanger Vorarbeit tüftelten sieben Entwicklerteams aus Schülerinnen und Schülern, damit ihr Roboter als Schnellster den kurvenreichen Parcours bewältigt. In diesem Jahr wurde besonders an der Optimierung der Fahrzeuglänge gearbeitet: In den vergangenen Wettbewerben ist erkannt worden, dass zu kurze Roboter-Autos nervös hin und her pendeln und dabei wertvolle Zeit vergeuden. Ist die Karosserie jedoch zu groß, sind die engen Kurven des anspruchsvollen Parcours kaum zu bewältigen. Die jungen Ingenieure erwiesen sich als sehr geschickt, als Lichtsensoren, Batterien, lenkbare Räder, Motor, Chassis und Computereinheit stabil und leicht zugleich miteinander verbunden worden sind. Kernstück des Roboter-Autos ist ein eingebauter Arduino-Computer, der auf möglichst intelligente Weise die Informationen der Lichtsensoren verarbeitet und die passenden Impulse an die Antriebs- und Lenkeinheit weiterleitet. Erstmals kamen spezielle Miniatur-Rennreifen aus dem Modellbau mit hoher Bodenhaftung zum Einsatz. Der schuleigene 3-D-Drucker lieferte die individuell konzipierten Verbindungselemente.

Mit Rat und Tat unterstützten die betreuenden Lehrer Uwe Dietze, Dietmar Rappen und Thomas Seifner die jungen Forscher bei der Entwicklung der kleinen Rennautos. Im Wahlfach Naturwissenschaften der Klassenstufen 9 und 10 haben die interessierten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich intensiv mit den technischen und informatorischen Hintergründen von Sensorik und Robotik zu beschäftigen.

Eine eigens gebaute Lichtschranke mit Zeitmesser erfasste am Wettbewerbstag die erreichten Rundenzeiten. Auf einer Leinwand wurden die insgesamt drei Rennläufe pro Team live in der Aula des Gymnasiums übertragen, während die Klassenkameraden ihre Teams laut anfeuerten. Nicht immer verhielten sich die mit künstlicher Intelligenz ausgestatten Rennautos wie erhofft. Die Enttäuschung war bei den Teams hin und wieder groß: Trotz teils hervorragender Rundenzeiten bei Trainingsläufen erreichten die Roboter von drei Teams nicht wie vorgeschrieben die Ziellinie. 

Gleich zwei Teams freuten sich über die hervorragende Rundenbestzeit von 6,4 Sekunden, die nur knapp über dem schulinternen Rekord von 5,9 Sekunden lag: Josephine Schmidt (Klasse 10a) und das Team mit Fabian Abel und Jonas Röth (Klassen 10a und 10c). Das anschließende Entscheidungsrennen konnte Josephine Schmidt für sich entscheiden und errang damit den ersten Platz.  Mit einer Rundenbestzeit von 9,0 Sekunden belegten Marie Etz und Lina-Marie Gros (Klasse 10b) den dritten Platz.

Die betreuenden Lehrkräfte waren stolz auf die beeindruckenden Leistungen der Schülerteams und sind schon gespannt auf den RoboCup-Wettbewerb im kommenden Schuljahr, bei dem erneut versucht wird, einen neuen schulinternen Rekord aufzustellen. Der Schulleiter Thomas Wittfeld dankte den betreuenden Lehrkräften herzlich für ihr Engagement und gratulierte den jungen Tüftlern. Vielleicht werden diese selbst in wenigen Jahren schon in „richtigen“ selbststeuernden Autos sitzen und mit den gewonnenen RoboCup-Erfahrungen die Ingenieurskunst der „großen“ autonomen Fahrzeuge bewundern.