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FuckUp Night II

Die zweite FuckUp Night zum 11.04. an der Hochschule Koblenz startete mit einer Eröffnungsrede der Bürgermeisterin, die die Idee der FuckUp Night genau auf den Punkt brachte: ,,Der der nichts macht, kann auch nichts verlieren, aber auch nicht gewinnen.“

Die ,,Fuckup-Crew“ widmet sich also dem Thema Fehlerkultur und möchte Entrepreneuren und jungen Menschen die Angst vor Fehlern nehmen und vor allem die Wichtigkeit von Fehlern hervorheben, nämlich um sich weiterzuentwickeln und dazuzulernen. Der Abend wurde von der Moderatorin Gentiana Daumiller und dem Co-Moderator Immanuel Bär geleitet. 

Kazim Eryilmaz, der erste Speaker des Abends, ist Leiter des Reinigungsunternehmens ,,PiccoBello“. In jungen Jahren übernahm er die Firma von seinem Vater und vervielfachte den Umsatz enorm. Er investierte in ein neues Firmengebäude, um zu expandieren, verkalkulierte sich jedoch und steckte tief in Schulden. Die Bank verweigerte jedoch den Kredit und der Steuerberater riet im Insolvenz anzumelden. Doch Kazim gab nicht auf und versuchte seine Firma irgendwie über Wasser zu halten. Er hielt an seinem früh erworbenen schwarzen Mercedes fest - als Symbol weiter zu machen. Er schaffte es aus der Krise, finanzierte das neue Firmengebäude und lernte aus seinen Fehlern. Sein Appell des Abends lautete:

- immer für Sicherheit sorgen (Liquidität) und

- niemals aufgeben!

Die zweite Speakerin des Abends hieß Sabine Schmidt. Sie war ursprünglich Schauspielerin, ist aber im Laufe ihrer Karriere Moderatorin geworden - mit einer relativ erfolgreichen Laufbahn. Da sie jedoch zweimal von ihren Sendern abgeschrieben wurde, entschied sie sich einen neuen Beruf zu erlernen. Sie begann eine Logopädie-Ausbildung und eröffnete ihre eigene Praxis . Ihr Motto des Abends lautete:

- sich Ratschläge anhören und

- vor allem Mut haben und bereit sein für Neuanfänge. 

Der gelernte Drucker, Rolf Müller, der dritte Speaker des Abends, besaß ein Fitnessstudio zusammen mit seinem besten Freund. Dieser bescherte ihm jedoch eine halbe Millionen Euro Schulden und parallel dazu starb seine Frau an Brustkrebs. Rolf Müller war am Boden. Er begann sich mit Dingen zu beschäftigen, mit denen er sich nie zuvor beschäftigt hatte, wie zum Beispiel der Malerei oder Büchern über die seelische Energie des Menschen. Heute besitzt er ein großes Netzwerk und kann sein erlerntes Wissen und seine Synergien jeden Tag anwenden. Seine Devise:

- auf keinen Fall in der Vergangenheit hängen bleiben,

- sich nicht mit Personen abgeben, die einem viel Energie rauben und

- niemals aufgeben.

Mademoiselle Nicolette, die letzte Speakerin des Abends, kam mit ihrem größten „Fuckup“ zur Welt. Denn sie wurde als Junge geboren, fühlt sich jedoch weiblich. In ihrem Leben musste sie viele Vorurteile und Verurteilungen erleiden und fand in keinem Beruf wirklich Freude. Ihre einzige Leidenschaft war und ist das Thema Social Media. Dort konnte sie bzw. kann sie sich ausleben. Heute gehört sie zu den 13 erfolgreichsten BloggerInnen Deutschlands und hat eine eigene Comedy Show. Ihr Motto:

- Nichts einreden lassen und 

- vor allem viel Mut haben.                                                                                                                     

Abschließend kann man sagen, dass die „Funko“ sehr informativ und lehrreich war. Wir konnten viel mitnehmen, was in der Schule nicht vermittelt wird. Die FuckUp Night in Koblenz begeistert mit einer neuen Idee, die junge Entrepreneure und auch Schüler ermutigen und in ihrer Laufbahn bestärken kann.