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20.04.2020 - Tablet und Smartphone statt Mikroskop… – Augmented Reality im Biologieunterricht der Oberstufe

Nicht erst seit den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2016 zur „Bildung in der digitalen Welt“ ist der Einsatz digitaler Medien im Unterricht ein Teil der Bildungsdiskussion. Digitale Medien eröffnen viele Möglichkeiten im Unterricht, aber nicht alles, was technisch machbar ist, muss auch sinnvoll sein und einen unterrichtlichen Mehrwert besitzen.

Um die Chancen des Einsatzes „neuer“ Medien im Unterricht auszuprobieren, nahmen die Schülerinnen und Schüler der Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 11 an einem Augmented Reality (AR)-Workshop der Technischen Universität Kaiserslautern zum Thema „Aufbau von Mitochondrien und Chloroplasten“ unter Leitung von Herrn Carsten Hoffmann teil. Unter Augmented Reality versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung – z. B. mit Tablets oder Smartphones – durch Einblendung zusätzlicher Informationen oder durch 3D-Erweiterungen. Den Schülerinnen und Schülern bot sich so die Gelegenheit, bereits bekannte Inhalte zu wiederholen, den schwierigen Übertrag zweidimensionaler Abbildungen, wie sie in Schulbüchern zu finden sind, in dreidimensionale Modelldarstellungen zu leisten und Vorstellungen zu den für die Stoffwechselreaktionen wichtigen Reaktionsräumen der Zellorganellen zu vertiefen.

Hochmotiviert und sehr zielorientiert setzten sich die Lerngruppen mit den Aufgabenstellungen auseinander. Sie benannten gewinnbringende Aspekte der digitalen Methoden, setzten sich aber auch kritisch damit auseinander. So erhielten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Einblick in den Biologieunterricht der Zukunft und konnten Herrn Hoffmann im Rahmen seiner Promotion wertvolle Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen.

Text: Andrea Malorny

Fotos: Christoph Simon

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