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06.01.2022: Besuch des Musicals „The Last Ship”

Musikgrundkurs des Konrad-Adenauer-Gymnasium konnte trotz Corona „das letzte Schiff“ nehmen - Besuch des Musicals „The Last Ship” im Koblenzer Theater übertraf alle Erwartungen der Schülerinnen und Schüler des Oberstufenkurses.

Am Donnerstag, 9. Dezember 2021 starteten wir - der Musikgrundkurs der MSS 12 des KAG mit unserer Musiklehrerin Nicole Pauly-Marz - zu einer Exkursion ins Theater Koblenz. Zuvor hatten wir uns inhaltlich im Unterricht mit dem Musical „The last ship“ auseinandergesetzt, das historische und biographische Züge aus dem Leben des Musikers und Komponisten Sting in den Blick nimmt.

Außerdem erhielten wir vorab im Unterricht die Möglichkeit, uns Auszüge aus der normalerweise vor Ort stattfindenden Führung durch das Theater, die aufgrund der aktuellen Lage nicht live realisierbar war, nun durch eine virtuelle Führung des Intendanten Markus Dietze online anzuschauen. So waren exklusive Einblicke in Räumlichkeiten des Theaterhauses möglich, die unter normalen Bedingungen wohl eher verborgen geblieben wären. Nach einer amüsanten Autofahrt in Kolonne über die Südtangente nach Koblenz, starteten wir mittags mit einem Workshop, der durch die Tanzpädagogin Frau Bühne – Nomen est omen - geleitet wurde. In einem „Vertrauensspaziergang“, d.h. mit geschlossenen Augen, wurden wir auf die Probebühne im obersten Stockwerk des Theatergebäudes geführt.

Hier begann unser 90-minütiger Workshop. Mithilfe unserer eigenen Mimik und Gestik galt es zunächst, Gefühle der Handlungsträger wie „Liebe“, „Wut“, „Angst“ und „Freude“ pantomimisch nachzustellen, um uns somit später noch besser in die verschiedenen Charaktere und Emotionen der Darsteller einfühlen zu können. Bei dem ein oder anderen Mitschüler überwogen allerdings zunächst „Schmerz“, „Verwirrung“ und „Nervosität“; schnell jedoch wandelte sich die Gefühlslage zunehmend in ein freies Zusammenspiel von „Wohlbefinden“ und „Vertrauen“. Nach einer Mittagspause in der Koblenzer Innenstadt trafen wir uns erneut im Theater und erfuhren in einer eineinhalbstündigen Gesprächsrunde von Frau Bühne einige weitere interessante Details über die verschiedenen Sparten des Theaters, die Berufsfelder und einzelne organisatorische Abläufe.

Die gemachten Erfahrungen in den Workshops sowie die erhaltenen Informationen machten uns klar, wie viel Aufwand hinter der Einstudierung eines Bühnenwerkes steht und halfen uns dabei, die Darbietung am Abend noch intensiver zu genießen und wertzuschätzen.

Bis zur Aufführung hatten wir noch drei Stunden Zeit zur freien Verfügung und schlenderten über den Koblenzer Weihnachtsmarkt oder nutzten die Gelegenheit für Einkäufe. Um 19:30 Uhr saßen wir schließlich im zweiten Rang des Theaters mit einem sehr guten Blick auf die gesamte Bühne sowie den Orchestergraben und verfolgten aufmerksam und gespannt das Bühnenstück. Wir waren alle sehr beeindruckt von der atemberaubenden Akustik, der Gesangs- und Schauspielleistung der Darsteller sowie der überragenden Spielleistung der Musiker der Rheinischen Philharmonie Koblenz und belohnten die Akteure gegen Ende mit langanhaltendem Applaus und „Standing Ovations“.

Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen, und wir waren uns alle einig, dass unsere anfängliche Skepsis bezüglich eines Theaterbesuches durch eine eindrucksvolle Erfahrung und einen unvergesslichen und alles in allem gelungenen Tag wettgemacht wurde. Wir würden diese Vorstellung jederzeit wieder besuchen.

Text: Tim Etz und Olivier Fudala