Abitur 2002

Es verabschieden sich die Abiturienten 2002:

Mareike Bäcker, Gemünden; Kathrin Monika Baumann, Rothenbach; Saskia Kristina Behrendt, Westerburg; Anne Benz, Unnau; Johannes Benedikt Bernhard, Rennerod; Linda Isabell Bödger, Waldmühlen Maren; Janika Conrad, Freilingen; Anne Cramer, Bad-Marienberg; Alena Dircksen, Langenhahn; Jeremias Fasel, Guckheim; Lara Dominique Ferger, Westerburg; Jens Fries, Rennerod; Jasmin Gach, Gemünden; Natalie Gach, Gemünden; Ines Gaumann, Rennerod; Aline Geutner, Westerburg; Nadine Goedert, Gemünden; Anja Görbig, Gemünden; Alena-Sarah Gottschalk, Westerburg-Sainscheid; Samuel Tim Gottschalk, Westerburg-Sainscheid; Anna-Lena Gros, Rennerod; Anna-Maria Gros, Neustadt; Eva Gros, Neustadt; Michael Gros, Hellenhahn; Rebecca Gros, Rennerod; Andreas Groth, Rennerod; Sabrina Guhra, Meudt; Julia Häbel, Bad-Marienberg; André Henrich, Bilkheim; Jennifer Hölzer, Westerburg; Jana Hoops, Bad-Marienberg; Lucas Hörle, Oberrod; Jana Huschenbett, Ailertschen; Saskia Jäger, Westerburg; Christine Janssen, Rennerod; Johanna Janssen, Westerburg; Sebastian Jung, Guckheim; Fiete Florian Kallenberg, Fehl-Ritzhausen; Thorsten Kegler, Herschbach/Oww; Julia Kleber, Bad-Marienberg; Nadine Kohlenbeck, Härtlingen; Stephanie Krell, Gemünden; Daniel Christian Kremer, Seck; Christiane Kümhof, Dreisbach; Sarah Meurer,  Westerburg; Anna Müller, Hergenroth; Nadine Nicole Müller, Stockum-Püschen; Sara Maria Müller, Pottum; Sascha Orth, Bad-Marienberg; Jennifer Papke, Bad-Marienberg; Andrea Raspel, Stahlhofen a.W.; Stefan Riebel, Westernohe; Michael Rocktäschel, Guckheim; Andreas Rompf, Stockum-Püschen; Daniel Schmidt, Rennerod; Ramona Schneider, Bellingen; Klaus Schönberger, Hahn am See; Matthias Reiner Schröder, Irmtraut; Michaela Schütz, Unnau; Julia Katharina Seelbach, Elsoff; Tariq Sinhawansa, Westerburg; Nadja Stecker, Westernohe; Oliver Strike, Pottum; Eilika Strunk, Hachenburg; Ines Vetter, Oberrod; Sebastian Wehr, Fehl-Ritzhausen; Eva Maria Weimer, Wallmerod.

Westerburger Abiturienten nehmen Abschied von „ihrem“ KAG: „ABIOS AMIGOS!“

Im Rahmen einer würdigen und gelungenen Feier wurde am Freitag, dem 15. März, der Abiturjahrgang 2002 in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums verabschiedet.

Nach dem schwungvollen Auftakt durch Big die Band des Gymnasiums unter der Leitung von OStR Reinhard Strauch begrüßte Schulleiter OStDir Joachim Baldus die Festgäste und verwies darauf, dass dieser Abiturjahrgang der erste am KAG sei, der die Schule mit verkürzter Schulzeit verlasse. Er gab des Weiteren seiner Freude Ausdruck, dass viele „Silberabiturienten“ des Abi-Jahrganges 1977 der Einladung der diesjährigen Abiturienten gefolgt seien.

Die traditionelle Abschiedsrede der Lehrer hielt OStR Ulrich Brandenburger. In seiner teils launischen, teils ernsten Rede setzte er sich u.a. kritisch mit der von der Landesregierung initiierten „Qualitätsoffensive“ für die Schule auseinander, die im krassen Gegensatz zu dem von der Regierung betriebenen Abbau von Unterrichtsstunden für die Schüler einerseits und dem gleichzeitig betriebenen Hochschrauben von Arbeitszeitbelastung für die Kolleginnenund Kollegen andererseits stünden.

Ein Musikbeitrag der Abiturientin Lara Ferger (Querflöte) an, die von Thomas Schön am Klavier begleitet wurde, schloss sich an.

„13 Jahre Schule waren prägend, sind es und werden es wohl immer bleiben“, so das Resümee, das Andreas Groth gegen Ende seiner Rede als Vertreter des Abi-Jahrgangs zog. Zuvor hatte er angemerkt, dass sich natürlicherweise die  Trauer um das Schulende bei den meisten in Grenzen halten werde – „wie könnte es auch anders sein nach all der Lernerei für die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen.“ Er sei sich aber sicher, dass es Momente in derSchule gegeben habe, an die man sich gern mit Schmunzeln zurückerinnern werde.

Abschließend verlas Andreas Groth Glückwünsche der mexikanischen Botschaft (!) aus Berlin zum bestandenen Abitur – der Abi-Jahrgang hatte sein Abschlussprogramm unter das Motto „MEXIKO“ gestellt, was von der mexikanischenBotschaft mit besonderer Freude zur Kenntnis genommen wurde.

Nach einer Tanzdarbietung der Klasse 10a, Leitung OStR’ Margret Kern, folgte die Rede des Schulleiters OStDir Joachim Baldus. „Die Besonderheit des Menschen ist seine Fähigkeit zur Humanität. Diese muss ihm jedoch durch Mühe und Fleiß erst angebildet werden.“ Mit dieser Aussage des deutschen Philosophen Johann Gottfried Herder würden recht drastisch nicht nur die vergangenen Wochen und Monate, sondern die gesamte Schullaufbahn der Abiturienten umrissen. „Ihr habtüber viele Jahre hinweg mit Mühe und Fleiß auf diesen Moment der Verleihung Eurer Abiturzeugnisse hingearbeitet.“

In seinen weiteren Ausführungen machte Baldus aber deutlich, dass alle Ausbildung ohne Bildung nichts sei. „Ausbildung ohne Bildung führt zu Wissen ohne Gewissen. Die Bildung ist erst das, was die Besonderheit des Menschen ausmacht..“ „Allgemeine Menschenbildung und ein Sinnfundament“ (Wilhelm v. Humboldt) tragen erst zu der Atmosphäre bei, in der man sich als Mensch wahrgenommen fühlt und die letztendlich erst die Voraussetzung dafür ist, leistungsfähig und erfolgreich zu sein. Abschließend wünschte er den Abiturientinnen und Abiturienten, „dass die Gedanken der Humanität und der Leistungsfähigkeit in Eurem Leben Realität werden. Die menschliche, intellektuelle und methodische Ausstattung besitzt Ihr – nun liegt es an Eurem Geschick, die Freiheit zu erkennen und zu nutzen,damit sich entsprechende Möglichkeiten für ein glückliches Leben eröffnen.“

Den Gedanken der Freiheit griff die Elternbeiratsvorsitzende des KAG, Frau Dr. Fuchs, u.a. in ihren Grußworten an den Abi-Jahrgang auf. Mit den Worten Carl Friedrich v. Weizsäcker „Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst, durch Nichtgebrauch dahinschwindet“ machte sie deutlich, dass man mit jedem Stück gewonnener Freiheit zugleich ein Stück an Verantwortung übernimmt, der man sich aktiv stellen müsse – ein Appell an die Abiturienten/innen, sichdessen stets bewusst zu sein.

Der Vorsitzende des „Vereins der Freunde, Förderer und Ehemaligen des KAG“, Herr Markus Hof, führte den Abiturienten vor Augen, wie wichtig ihre Mitgliedschaft im FFEG sei. Es würden mit den Mitgliedsbeiträgen nicht nur viele aktuelle schulische Belange unterstützt und gefördert, es würden auch gerade die Verbindungen zu den „Ehemaligen“, zu denen sie nun auch gehörten, gepflegt. Er drückte seine Freude darüber aus, dass er sechs Abiturientinnen und Abiturienten, die sich in besonderer Weise um „ihre“ Schule verdient gemacht haben, mit einem Preis des FFEG auszeichnen dürfe. Johannes Bernhard, Alena und Tim Gottschalk, Christine Janssen, MichaelRocktäschel sowie Ramona Schneider erhielten je einen Büchergutschein des FFEG.

Mit einem Gesangssolo („Hero“) leitete Christine Janssen, begleitet von Thomas Schön am Klavier, zum Höhepunkt des Festaktes über, dem Empfang der Reifezeugnisse. Vorher überreichte der Schulleiter der Abiturientin Maren Conrad für ihren vielfältigen engagierten Einsatz innerhalb der Schulgemeinschaft den Buchpreis der Ministerin für Bildung, Frauen und Kultur, Doris Ahnen. Johanna Janssen durfte als Jahrgangsbeste den Buchpreis des Landrates des Westerwald-Kreises, Paul Peter Weinert,entgegennehmen.

StDir Hans Georg Tischbein zeichnete Jens Fries und Stefan Riedel mit einer Urkunde und Johannes Bernhard mit dem Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) für ihre guten Leistungen im Fach Physik aus. Und dann konnten endlich die Abi-Zeugnisse in Empfang genommen werden!

Zwei musikalische Darbietungen setzten den Schlusspunkt unter eine rundum gelungene Abschlussfeier: Der Musikgrundkurs der Jahrgangsstufe 13 gab das Lied „Fly like a Bird“ zum Besten, bevor der gesamte Jahrgang sich auf der Bühne versammelte und sich mit dem Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“ humorvoll von der Festgesellschaftverabschiedete.

Anschließend wurde in der Stadthalle Westerburg das bestandene Abitur noch lange und ausgiebig in fröhlicher Runde gefeiert.