Abitur 2006 am Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg

"ABI lookin' for freedom"

Markus Quirmbach (Ailertchen), Leonie Eisel, Jan Fischer, Laura Knierim, Stefanie Lebek, Michel Ludwig, Carolina Steup (Bad Marienberg), Alexander Stolz (Bad Marienberg-Langenbach), Andelka Karimovic (Bellingen), Andreas Rudersdorf (Bilkheim), Christin Schmidt (Bölsberg), Yvonne Froese (Dreisbach), Raphael Schilling (Elsoff), Julia Weiß (Ewighausen), Stefanie Görbing, Thomas Schmidt (Gemünden), Linda Kaiser (Girkenroth), Anna-Lena Precht (Großseifen), Sarah Schneider (Guckheim), Tim Schönberger (Hahn am See), Katharina Paschen (Halbs), Nathalie Franz, Christopher Heep, Verena Merfels, Andreas Nink (Herschbach/Oww.), Svenja Benner (Höhn), Olga Rangnau (Höhn-Neuhochstein), Johannes Kraft, Barbara Mauden (Höhn-Öllingen), Regina Köchling (Homberg), Jennifer Neu, Carina Sauer (Kölbingen), Stephanie Hastrich (Kölbingen-Möllingen), Katharina Häbel, Katharina Müller (Langenhahn), Björn Schwenk (Meudt), Natalie Hübner, David Smilowski (Neustadt), Markus Schremb (Niederrossbach), Lisa Marie Raabe (Norken), Eva Hörle (Oberrod), Esther Kray (Oberrossbach), Rabea Hajji (Rehe), Sarah Petry, Katharina Schmidt (Rennerod), Regina Fuchs (Rotenhain), Katharina Gorbatschowa (Rothenbach), Franziska Haas, Verena Wengenroth, Steffen Wörsdörfer (Salz), Julia Schmack (Staudt), Antje Brauer, Hans-Dennis Schmidt (Stockum-Püschen), Stephanie Güth (Waldmühlen), Josipa Balic, Antonia Janssen, Stefanie Krafczyk, Fabian Meurer, Nicola Schäfer, Christin Zeitz (Westerburg), Alexander Janz (Westerburg-Gershasen), Johannes Kalowsky, Juri Kern (Westerburg-Sainscheid), Anna Luise Fuchs, Lea Schmidt (Westerburg-Wengenroth), Christopher Busch, Nadine Hermann, Sabrina Wrede, Svenja Wrede, Anita Zopp-Hartmann (Westernohe), Daniel Jung (Willmenrod), Catherin Freier (Wölferlingen)

Der Schlüssel zur Freiheit - ABI lookin' for freedom

Auf der Suche nach der Freiheit - und wenn auch vorläufig nur der vom Schulleben - erhielten die Abiturienten des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ihre lang ersehnten Reifezeugnisse. Das schien hinter dem Motto zu stehen, das sich der Abiturjahrgang 2006 für seinen Abi-Gag gesucht hatte. So ganz schlimm kann diese Zeit aber nicht gewesen sein, nimmt man die Rede wörtlich, mit der Christopher Busch und Christopher Heep im Namen ihrer Mitschüler die rund neun Jahre ihrer Unfreiheit am Konrad-Adenauer-Gymnasium kommentierten. Auf geistreiche wie auch kritische Weise gelang ihnen eine bemerkenswerte Rückschau, gerade in Anbetracht der noch nicht aufgehobenen Nähe zum Schauplatz der Freiheitsbeschränkungen.
 
Der bisherige Schulleiter Joachim Baldus ließ es sich nicht nehmen, den letzten Abiturjahrgang seines gerade abgeschlossenen Berufsabschnitts zu verabschieden und schloss in seine Begrüßung an diesem Abend auch den Jahrgang 1981 besonders herzlich ein, der sein "Silbernes" mitfeierte.

Gleich zu Beginn hatte schon die Bigband (Leitung R. Strauch) mit ihren Klassikern "Take five" und "Birdland" einen funkelnden musikalischen Einstieg geliefert. Hier wie in den anderen musikalischen Gruppierungen, die diese Feier mitgestalteten, waren so viele Abiturienten aktiv, dass man sich fast Sorgen machen muss, ob die entstehenden Lücken schnell genug geschlossen werden können.

Ein zweites Thema der Feier, neben der Freiheit, fand in der Rede Herrn Schüllers als Sprecher der Stammkursleiter seine bildhafte und lebensnahe Entfaltung - das Reifezeugnis als Schlüssel für das, was nach der Schulzeit kommen wird. Die notwendigen Grob- und Feinarbeiten bei der "Herstellung" dieses wertvollen Utensils samt der dabei entstehenden "Nebengeräusche" vor allem in den Oberstufenjahren waren sicher noch jedem geläufig. Freiheit und Schlüssel als Leitbegriffe prägten denn auch die meisten Wortbeiträge der Feier.

Ob Herr Baldus die Perspektiven für die Abiturienten im Sinne von Eigenständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Ungebundenheit über die Freiheit von (schulischen Zwängen und Verpflichtungen) zur Dimension der Freiheit für aufzeigte, ob die Literatur-AG (Leitung: Sonja Thielecke) ein "Schlüsselerlebnis" ganz eindringlicher Art inszenierte, die Freiheit im Umgang mit dem Schlüssel zum Leben "nach" der Schule wird ihnen vieles ermöglichen und einiges abverlangen.

Herrn Emrath als Vertreter der Elternschaft gelang es aber mit seiner Ansprache, angesichts der - nicht nur in Zeugnissen ablesbaren - Leistungen und Qualitäten des Abijahrgangs 2006 Mut für die kommenden Herausforderungen zu machen.

Vor den ungewöhnlich zahlreichen Ehrungen nutzte Herr Markus Hof als Vorsitzender des Fördervereins des Konrad-Adenauer-Gymnasiums die Gelegenheit, das Wirken des Vereins - nicht nur als Stifter eines großen Teils der Preise - zu skizzieren und schon einmal bei den Abiturienten bezüglich baldiger Mitgliedschaft "vorzufühlen".

Die Spannung auf Preisverleihungen und Zeugnisübergabe wurde durch den beeindruckenden Auftritt des Oberstufenchors (Leitung: Astrid Zahn, vertreten durch Sabine Melchiori und Reinhard Strauch) noch kurz gesteigert; die Preisverleihungen waren nun nicht mehr aufzuhalten und unterstrichen in ihrem Umfang ein bisher so noch nicht erreichtes Maß an einerseits fachlich-wissenschaftlicher, andererseits sozialer und organisatorischer Kompetenz des Jahrgangs 2006 am Konrad-Adenauer-Gymnasium. Dass viele Namen mehrfach in verschiedensten Bereichen auftauchten, mag vielleicht auch als kleiner Reflex auf die Spielräume - Freiheiten - erscheinen, die das Konrad-Adenauer-Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern anbietet.

Als Jahrgangsbeste durfte Antonia Janssen den Preis des Landrats des Westerwaldkreises entgegennehmen. Für herausragenden Einsatz innerhalb und außerhalb der Schule, für Mitschüler, in Arbeitsgemeinschaften und durch besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft konnte Oberstudiendirektor Joachim Baldus mit dem Preis der Bildungsministerin gleich zwei Schülerinnen auszeichnen: Svenja Benner und Lea Schmidt. Im Fachbereich Physik konnten gleich fünf Schüler mit Ehrungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft bedacht werden: Andreas Nink, Antonia Janssen, Regina Fuchs, Johannes Kalowsky und Johannes Kraft. Antonia und Regina verdienten sich gleich noch die Preise in der Chemie hinzu.

Die Kasse des Fördervereins musste zwar nicht geplündert werden, wurde aber für die Vielzahl der Preise im Bereich des Einsatzes für die Schulgemeinschaft stark strapaziert (Aber wofür gäbe er die Spendenbeiträge lieber her?) : Andreas Rudersdorf (vielfältigste SV-Aktivitäten, Homepage-AG, Theater-AG); Tim Schönberger (Gitarren-AG) und Johannes Kalowsky (Gitarren-AG, Bigband, Theater-AG); Anna Luise Fuchs ( Foto-AG u.v.m.); Natalie Hübner (Abiturfeier, Chor u.v.m.); Regina Fuchs (Tanz-AG); Steffen Wörsdörfer (Organisation von Schulveranstaltungen, Technikexperte).

Es schien schwer vorstellbar, diese bemerkenswerten Beispiele von Engagement noch zu überbieten; doch Laura Knieriem und Christopher Heep als Begründer und Organisatoren der AGEF (Aktionsgruppe Entwicklungszusammenarbeit und Frieden) verdienten sich höchste Anerkennung und den größten Beifall für Ideenvielfalt und vorbildliche, unglaublich erfolgreiche Projekte. Sie waren darüber hinaus noch auf vielfältigste Art und Weise im Schulleben aktiv (Literatur-AG, SV, Umweltsprecher, Schulgremien).

Für den guten Ruf des KAG als ökologisch ausgerichteter Schule waren darüber hinaus als Umweltsprecherinnen sehr engagiert: Josipa Balic, Antonia Janssen, Julia Schmack und Christin Zeitz.

Die Ehrungen und die Ausgabe der Abiturzeugnisse durch die Stammkursleiterinnen und Stammkursleiter als Höhepunkte einer rundherum gelungenen Feier fanden ihren farbigen und schwungvollen Abschluss in den Tanzdarbietungen der Mädchen aus der Jahrgangsstufe 11 (Leitung: Jutta Meurer und Theresa Fein), der aber umgehend in den Abiturball in die Stadthalle überleitete.

(Text: W. Eggert)

Bilder vom Abi-Sturm