18 Schülerinnen und Schüler aus Westerburg zu Gast in Krakau

Am 27. Mai 2017 startete für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ein großes Abenteuer: Der Gegenbesuch in Krakau stand auf dem Stundenplan.

So kam es, dass sich alle 18 Schüler mit ihren Lehrerinnen Kathrin Kloft und Eva-Maria Leidig früh morgens im Buspark trafen und die Reise zum Frankfurter Flughafen antraten. In Krakau angekommen, wurden die Jugendlichen direkt von ihren wartenden polnischen Austauschschülern sowie deren Lehrerin, Aleksandra Pagacz-Pociask, in Empfang genommen und gegen Mittag traten sie gemeinsam den Weg zur Schule an, wo Kuchen, Salate und Würstchen als Stärkung bereitstanden. Danach wurden der polnische Nationaltanz Polonaise, der auch zu den jährlich stattfindenden Abiturfeiern getanzt wird, gelernt und einige „teambildende“ Spiele in der Sporthalle veranstaltet. Der Rest des Tages konnte frei gestaltet werden. Am nächsten Tag wurde ebenfalls kein Programm vorgeschrieben, sodass die Schüler ihre Gastfamilien kennenlernen konnten. Viele traten den Weg in die sehenswerte Altstadt an, bewunderten die alte Architektur sowie vielen Kutschen und gewannen so auch einen Einblick in die landestypische Kultur und Mentalität.

Am Montag nahmen die deutschen Schüler dann am polnischen Unterricht teil und erhielten neue Eindrücke in den Fächern Englisch, Deutsch und Italienisch. In der Pause wurde eine Begrüßung mit Gesang des Schulchores veranstaltet und die Schulleiterin hielt eine kleine Willkommensrede für ihre Gäste aus Westerburg. Nach der Mittagspause gab es eine deutschsprachige Stadtführung durch die sehenswerte Altstadt mit ihren zahlreichen Denkmälern, Kirchen und vielen weiteren Gebäuden.

Am Dienstag besuchten dann alle gemeinsam das Museum des Sozialismus im Stadtteil „Nowa Huta“, wo eine qualifizierte Führung über die Zeit des Kommunismus während des Kalten Kriegs in Polen stattfand. So erfuhren die Schüler viele wichtige Informationen für den Geschichtsunterricht und betraten erstmals einen der typischen Luftschutzbunker dieser Zeit. Gegen Mittag spazierten dann alle zu einer Kirche Namens ,,Arka Pana", welche in der Form einer Arche entworfen wurde und die erste gebaute Kirche in diesen Stadtteil zur Zeit des Kalten Kriegs war. Dort fand ein privates Orgelkonzert statt und Jugendliche wie Erwachsene lauschten gespannt den Klängen bekannter klassischer Melodien. Daraufhin ging es nach Hause und die Jugendlichen kochten typisch polnische Spezialitäten in gemischten Gruppen, wobei sie viel Spaß hatten. Diese wurden zuvor zugeteilt und viele Mütter und Omas halfen mit alten Familienrezepten aus.

Mittwochs trafen sich die Jugendlichen in der schulischen Sporthalle, um dort gemeinsam mit einem Musiklehrer die polnischen Lieder "Hej sokoty" und "Szta dzieweczka do laseczka" zu singen. Dies war für alle Beteiligten sehr unterhaltsam, da die deutschen Schüler Probleme mit der Aussprache hatten und es so viel Grund zum Lachen gab. Anschließend folgten die Präsentationen der Kochprojekte, die die Schüler am vorigen Tag absolviert hatten. Außerdem brachten alle Kostproben mit, sodass jeder die Möglichkeit hatte eine polnische Spezialität, wie zum Beispiel Suppe, Maultaschen oder Kuchen zu probieren. Allen schmeckte es so gut, dass auch reichlich Nachschlag verlangt wurde. Nach einer kurzen Pause traten alle gemeinsam den Weg mit der Straßenbahn zu einem Go-Cart Center an. Dort angekommen wurden Rennen in gemischten Sechsergruppen veranstaltet. Mit großer Geschwindigkeit rasten die Schüler über die Strecke, wobei auch einige kleine Crashs nicht ausblieben. Im Anschluss teilten sich die Schüler mit ihren polnischen Austauschpartnern eine Pizza. Danach stand wieder Zeit zur freien Verfügung, die manche nutzten, um in ein Shopping-Center zu gehen.

Am Donnerstag stand für die Schüler die Fahrt ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau an. Schon vor der Abfahrt merkte man, dass die Stimmung etwas bedrückt war, denn keiner wusste, was wirklich auf ihn zukommen würde. Doch zunächst ging es in die Jugendbegegnungsstätte in O?wi?cim, in der die deutschen und polnischen Schüler in getrennten Gruppen einen Workshop absolvierten. So wurden beispielsweise erste Eindrücke gesammelt und Bilder gemeinsam mit der Workshop-Leiterin, die sehr viele Fragen der Schüler beantworten konnte, analysiert. Im Anschluss sahen sich die Schüler noch einen zwanzigminütigen Film über die Befreiung Auschwitz‘ an, der einigen sehr nahe ging. Gemeinsam aßen alle in der Begegnungsstätte zu Mittag. Aber nach dem Mittagessen wurde es wieder ernst, denn der Besuch im Konzentrationslager stand bevor. Dort angekommen, erhielten die deutschen und polnischen Schüler getrennt voneinander eine dreieinhalbstündige Führung durch das Konzentrationslager. Es kam eine sehr seltsame Stimmung auf, denn die Sonne schien, aber man stand an einem Ort, an dem circa 1,3 Millionen Menschen ihren Tod fanden. Im Stammlager, in Auschwitz selbst, stehen noch heute viele Baracken aus Backstein, in denen früher die Häftlinge, die hauptsächlich Polen, Juden oder politische Gegner waren, schliefen und arbeiteten. Heute befindet sich dort eine Ausstellung, in der zum Beispiel 80.000 Paar Schuhe, Töpfe, Brillen, zwei Tonnen Haare und noch viele andere persönliche Dinge der Häftlinge zu sehen sind. Auch konnte dort eine Gaskammer und ein Krematorium besichtigt werden. Für viele war es sehr schwer, diesen Ort zu betreten, weil die Grausamkeit, die dort geschehen ist, allgegenwärtig zu sein schien. Nach einer kurzen Pause, die einige nutzen, um sich im anliegenden Buchladen mit Lektüre auszustatten, ging es mit dem Bus ins drei Kilometer entfernte Vernichtungslager Birkenau, in dem die Häftlinge damals in völlig überfüllten Zügen ankamen. Direkt bei Ankunft geschah die Selektion, bei der schon viele kurz danach zum Tod durch das tödliche Gas Zyklon B verurteilt wurden. Um gemeinsam diesem Völkermord zu gedenken und Anteilnahme zu zeigen, zündeten die Jugendlichen zusammen an einem Denkmal Grablichter an. So wurde die deutsch-polnische Freundschaft noch einmal verstärkt und ein Symbol geschaffen. Daraufhin sahen sich alle die von den Nazis zerstörten Krematorien an. Außerdem wurde ebenfalls eine Baracke, in der bis zu tausend Menschen auf nacktem Holz schliefen, besichtigt. Vor allem die katastrophalen hygienischen Umstände im damaligen Konzentrationslager schockierten die Schüler. Die Führung war schlussendlich sehr informativ und man lernte viele Fakten, über die ein einzelner sich vorher keine Gedanken gemacht hätte. Daraufhin traten alle den Rückweg nach Krakau an und verabschiedeten sich voneinander, um in die polnischen Familien zurückzukehren.

Am Freitag war der letzte Tag, an dem noch einmal Programmpunkte anstanden. Zunächst besuchte jeder mit seinem Austauschpartner zwei Schulstunden und wohnte auch so noch einmal zum Ende der Woche dem polnischen Schultag bei. So nahmen die Jugendlichen zum Beispiel am Deutsch-, Biologie- oder Italienischunterricht teil. Danach stand die lange Wanderung zum Feldherrenhügel „Kopiec Kosciuszki“ an. Bei unerwartet hohen Temperaturen schafften es alle, wenn auch mit ein bisschen Verzögerung, den Gipfel des Hügels zu erreichen. Von dort konnte ein schöner Ausblick über ganz Krakau genossen werden. Auf diese Weise war es zum Beispiel möglich am Horizont die Gebirge zu sehen, die für viele im Winter ein beliebtes Skigebiet bilden. Auch sahen sich alle die anliegende Ausstellung an oder aßen ein Eis. Danach ging es wieder zurück zur Schule, wo es zum Mittagessen „Piroggen“, polnische Maultaschen, gab. Danach sangen die deutschen Schüler jeweils mit ihrem Austauschpartner ein polnisches Lied, was zuvor gemeinsam eingeübt wurde, vor. So wurde die Stimmung aufgelockert und für einige Lacher gesorgt. Der Nachmittag war den Jugendlichen zur freien Gestaltung zur Verfügung gestellt worden. Einige trafen sich zum Grillen, andere entschieden sich für den großen Aquapark. So konnten alle noch einmal Zeit miteinander verbringen.

Samstags war es an soweit, die Abreise stand bevor. Durch einen großen Stau verspäteten sich einige Schüler und kamen gehetzt am Flughafen an. Nachdem die Koffer eingecheckt waren, fand die große Verabschiedung statt. Viele planten schon für die Zukunft und haben vor, sich wieder zu treffen. Nach der Sicherheitskontrolle und einer nervenaufreibenden Wartezeit, da sich der Flug um circa drei Stunden verspätete, kamen alle erschöpft, aber auch glücklich in Frankfurt an. Nachdem auch noch das Gepäckband streikte, erhielt trotzdem schließlich jeder seinen Koffer und trat den Heimweg mit dem Bus an. In Westerburg wurden die Schüler schon sehnsüchtig von ihren Eltern erwartet und fuhren schließlich nach Hause.

Der Austausch war sehr schön und hat für viele lustige Momente gesorgt. Er ist ein Erlebnis, das man sein ganzes Leben nie vergessen wird und hat eine deutsch-polnische Freundschaft zustande gebracht hat.

Wir möchten uns bei unseren Lehrerinnen für die Organisation sowie beim FFEG unserer Schule für die finanzielle Unterstützung herzlich bedanken.

Schülerbericht von Alisa Weyer und Emilie Wengenroth

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Polenaustausch der Klassenstufe 10 (2017)

Am Samstag, den 04. März 2017 begann für einige Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Westerburg ein großes Abenteuer: Es stand der alljährliche Austausch mit polnischen Schülern des IX Liceum aus Krakau an, die Deutsch als zweite Fremdsprache gewählt hatten. Gemeinsam sollte ganz unter dem Projektmotto „Zusammen kommen wir weiter“ gearbeitet werden.

So empfingen die Deutschen ihre Austauschschüler nach der zwanzigstündigen Busfahrt aufgeregt mit den Familien am Koblenzer Bahnhof. Da diese sehr müde waren, wurde ein langsamer Spaziergang zur Gondel angetreten, mit der die Schüler mit ihren Lehrern auf die Festung Ehrenbreitstein gelangten. Während der Fahrt wurden schon die ersten Selfies geschossen und sich über Interessen, aber vor allem die Höhenangst ausgetauscht. Oben angekommen wurde die Jagd nach der „Goldenen Kugel“ angetreten, bei welcher die Schüler verschiedene Fragen auf deutschen und englischen Fragebögen in gemeinsamen Teams beantworten mussten. Auf diese Weise wurde die Festung interaktiv besichtigt und der Zusammenhalt gefördert. Am Ende entstanden sogar kleine Wettrennen, da jedes ehrgeizige Team gewinnen wollte. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Jugendherberge stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Während viele nach Hause fuhren, blieben andere in Koblenz und zogen, auf der Suche nach Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, in großen Gruppen durch die Stadt.


Erlebnsreicher Schüleraustausch mit Krakau (22.09. - 29.09.2013)

Endlich konnten wir in der letzten Septemberwoche den lang ersehnten Gegenbesuch nach Krakau antreten, nachdem wir bereits im Mai des vergangenen Schuljahres die AustauschschülerInnen unserer Partnerschule des IX. Liceums bei uns in Westerburg zu Besuch hatten.

Am Sonntag, den 22.09.2013 trafen wir uns am Frankfurter Flughafen und flogen auf direktem Weg nach Krakau, wo uns unsere Austauschpartner herzlich empfingen. Der erste Tag begann mit einem offiziellen Empfang in der Schule, bei dem uns die Schulleiterin des Liceums willkommen hieß. Ein musikalisches Highlight bestand darin, dass uns eine Deutschklasse ein deutschsprachiges Lied vortrug. An diesem Morgen begleiteten wir außerdem unsere Gastschüler in ihren Unterricht. Am Nachmittag erkundeten wir unter fachkundiger Leitung den Wawel (das Wahrzeichen der Stadt) und die trotz des Regens malerische Altstadt Krakaus.

Auch am Dienstag besuchten wir den Unterricht der polnischen Schüler und aßen gemeinsam in der Schule zu Mittag. Im Anschluss daran konnten wir die Kalorien bei einer lustigen Sportstunde in der Turnhalle wieder abtrainieren. Nach diesem „Aufwärmtraining“ erwanderten wir noch den Feldherrenhügel Kosciuszko, von wo aus sich uns eine grandiose Sicht über die ganze Stadt bot.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des „jüdischen Krakaus“: Wir erkundeten auf einem Spaziergang die Originalschauplätze von Spielbergs Spielfilm „Schindlers Liste“ sowie das beeindruckende Museum in der ehemaligen Oskar-Schindler-Emaillefabrik. Für einige interessierte SchülerInnen schloss sich daran noch der Besuch der sehr beeindruckenden „Körperwelten“-Ausstellung an. Zum Abschluss dieses sehr informativen Tages gingen wir alle zusammen polnisch essen.

Auch wenn wir am Mittwoch schon einen Eindruck vom Leben der Juden in Krakau während des Zweiten Weltkrieges bekommen hatten, übertraf unser Ausflugsziel am Donnerstag diesen deutlich: Wir besuchten die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz sowie die Museen der Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und Birkenau. Zunächst erarbeiteten wir in einem Workshop anhand des Zeitzeugenberichts von Kazimier Smolensk die Hintergründe zur Entstehung des Weltkrieges und die Auswirkungen auf das Schicksal der Juden im KZ. Nach einem gemeinsamen Mittagessen besichtigten wir dann die oben genannten Lager. Hierbei unterstützte uns ein hervorragender Guide, der uns mit seinem Wissen regelrecht in seinen Bann zog und uns all unsere Fragen fachkundig beantworten konnte. Vor dem Denkmal der Ermordeten hatten wir die Gelegenheit, Grablichter anzuzünden – für alle ein sehr bewegender Moment

Am Freitag stellten wir in Kleingruppen, gemeinsam mit unseren Austauschpartnern, Präsentationen über typisch polnische Speisen sowie besondere Sehenswürdigkeiten der Stadt Krakau fertig. Die Aufgaben hierzu hatten wir bereits am Montag erhalten, sodass wir die gemeinsamen Tage für Recherchen und Vorbereitungen nutzen konnten. Die Ergebnisse präsentierten wir uns im Anschluss gegenseitig. Am Nachmittag gingen wir abschließend noch einmal alle zusammen bowlen. Das war die letzte offizielle Veranstaltung, denn der Samstag stand uns als „Tag in den Familien“ zur freien Verfügung.

Am Tag des Heimflugs fiel allen das Abschiednehmen sehr schwer, denn nun liegt es an uns, den Kontakt zu unseren Austauschpartnern aufrechtzuerhalten. Aber wir sind uns sicher, dass wir die Erfahrungen und Erlebnisse mit unseren polnischen Freunden so schnell nicht vergessen werden. Abschließend möchten wir allen Personen und Institutionen wie ADD, DPJW, FFEG danken, die an der Organisation, Unterstützung und Durchführung des Austausches beteiligt waren!

Kathrin Kloft und Jörg Brockamp

Die polnischen Austauschschüler/innen waren zu Besuch (22. bis 29. Mai 2013)

Nach langer Vorbereitungszeit und etlichen Kontakten per E-Mail, holten wir unsere Partner des IX Lyceums aus Krakau endlich am Mittwoch, den 22. Mai,  in Koblenz ab. Nach einer langen Nachtfahrt im Bus fuhren wir mit den neun Schüler/innen und zwei Lehrerinnen sogleich weiter zum KAG, wo wir ein typisch deutsches Essen (Eintopf) zubereiteten. Beim gemeinsamen Kochen überwanden alle schnell die Scheu vor der jeweils anderen Sprache und es wurden erste Vokabeln ausgetauscht. Den Nachmittag verbrachten die Schüler/innen in ihren Gastfamilien und konnten sich dort endlich von der anstrengenden Fahrt erholen.

Am Donnerstag nahmen alle Schüler/innen zunächst am regulären Unterricht teil und wurden in der ersten großen Pause von Frau Klapthor herzlich in Westerburg willkommen geheißen. Die offizielle Begrüßung wurde musikalisch von Theresa Henn (MSS 12) und Herrn Strauch eröffnet – ihnen beiden gilt nochmals unser herzlicher Dank. Nach der Begrüßung lernten wir uns alle bei unterhaltsamen Aktivitäten besser kennen. Hierbei aßen einige so viele Gummibärchen, dass sie anschließend der Fürsorge der Sekretärinnen bedurften.

Freitags fuhren wir gemeinsam mit dem Bus nach Bonn, wo uns eine Führung durch das „Haus der Geschichte“ erwartete. Im Anschluss daran folgte eine ausgiebige Erkundung der Kölner Innenstadt, die von den meisten Schüler/innen zum ausgiebigen Shopping genutzt wurde. Das regnerische Wochenende verbrachten alle Schüler/innen in ihren Familien, die das Beste aus dem ungemütlichen Wetter machten. So nahmen die deutschen Schüler/innen ihre Gästen mit zu ihren Freizeitaktivitäten, trafen sich mit Freunden oder fuhren zum Bummeln in die nahegelegenen Städte Koblenz und Limburg.

Die lang ersehnte Sonne zeigte sich am Montag in Mainz endlich wieder, wo wir zunächst die Innenstadt und dann, auf Einladung des Präsidenten Mertes, den Landtag besuchten. Auch an diesem Tag stand der verbliebene Nachmittag zur freien Verfügung.

Nachdem am Dienstag alle Schüler/innen wieder gemeinsam am regulären Unterricht teilgenommen hatten, fand am Abend ein gemütlicher Ausklang auf der Bowlingbahn statt: Hier konnten die bereits gewonnenen Freundschaften noch mal intensiviert werden. Es wurden viele Fotos gemacht, gelacht und getanzt.
Die Tage vergingen im Nu und so war es am Mittwoch schon wieder an der Zeit, sich zu verabschieden. Als Erinnerung an die gemeinsame Zeit gestalteten alle bunte T-Shirts und nahmen ein von den Gasteltern bereitetes Mittagessen zu sich, bevor wir unsere Gäste wieder zum Bus nach Koblenz brachten.

Hinter uns liegen sehr aufregende und eindrucksvolle Tage und nun können wir unsere Gegenbesuch im September kaum erwarten. Wir danken allen, die durch Ihre Mithilfe den Austausch für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben, und auch unserem Förderverein FFEG sowie dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk für ihre finanzielle Unterstützung: Dziekuje barzo!

Von Kathrin Kloft & Jörg Brockamp

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Der zweite Teil des Polenaustauschs: Eine gelungene Zeit in Krakau

Nach langer Vorfreude auf das Wiedersehen mit unseren polnischen Austauschschülern war es dann endlich so weit: Am Donnerstag, den 20. September 2012 flogen wir, Schüler der Klassenstufe 10, vom Flughafen Frankfurt-Hahn ab nach Kattowitz in Polen.

Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt nach Krakau wurden wir von unseren Austauschschülern empfangen und konnten in unsere Gastfamilien einkehren.
Am folgenden Tag besuchten wir unsere Partnerschule und erlebten eine Unterrichtsstunde mit. Danach fand die offizielle Begrüßung durch die Schulleitung statt und wir erfuhren das anstehende Programm und den Verlauf des Austauschs. Ein erfreulicher Aspekt war auch, dass unser Besuch in Polen einen besonderen Anlass mit sich führte: Nämlich das zehnjährige Jubiläum des Polenaustauschs Krakau-Westerburg.

Nachmittags fuhren wir mit dem Zug von Krakau nach Bochnia, eine Stadt, etwa 40 Kilometer von Krakau entfernt. Dort besuchten wir das Salzbergwerk und nahmen an einer ausführlichen, sehr interessanten Führung teil. Der Höhepunkt des Tages bestand darin, dass wir in den Schlafräumen des Bergwerks übernachten durften und uns an einem unterirdischen Sportplatz, einer Diskothek, einer langen Rutsche und einem leckeren Abendessen vergnügen konnten.
Das anschließende Wochenende stand uns frei zur Verfügung. Deswegen unternahmen wir gemeinsame Treffen und Feiern, besichtigten nahegelegene Städte und Museen und hatten genug Freizeit, um unsere Gastfamilien besser kennenzulernen, uns einzugewöhnen und die Beziehungen zu unseren Austauschschülern zu stärken.

Montags stand eine Stadtführung durch Krakau auf dem Plan, die hauptsächlich Themen  aus Legenden Krakaus und aus der Judenverfolgung behandelte. Dazu gehörte die Besichtigung des ehemaligen Judenviertels Kazimierz und der Marienkirche mit dem Veit-Stoss-Altar. Anschließend gingen wir essen und den Rest des Tages nutzten wir für freie Aktivitäten.

Am darauffolgenden Dienstag fuhren wir mit dem Bus zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz/Birkenau. Die Besichtigung dieses Ortes brachte uns diesen schrecklichen Teil unserer Geschichte sehr nahe und wir werden uns sicherlich noch lange daran erinnern.

An unserem vorletzten Aufenthaltstag in Polen trafen wir uns in der Schule und bemalten die andere Hälfte unserer am ersten Teil des Austauschs begonnenen T-Shirts. Nachmittags gingen wir alle gemeinsam Bowlen und hatten eine schöne Zeit miteinander.

Am Donnerstag, dem 27. September, unserem Abreisetag waren wir alle etwas bedrückt anlässlich der Vorstellung, dass wir unsere Austauschschüler und unsere Gastfamilien künftig nicht mehr sehen würden, doch wir versprachen uns, gegenseitig in Kontakt zu bleiben. Zum Abschied aßen wir gemeinsam Pizza und fuhren nach der Verabschiedung mit dem Bus nach Kattowitz, von wo aus unser Flug nach Frankfurt-Hahn startete. Zu Hause angekommen, konnten wir sehr zufrieden auf einen gelungenen Austausch zurückblicken und uns freuen, neue Freunde kennengelernt zu haben.

Von Valerie Rebmann

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Erlebnisreiche Tage mit den Schülern unserer Partnerschule in Krakau

Nach einer ausgiebigen Planung des herannahenden Austausches der Klassenstufe 9 mit unserer Partnerschule in Krakau konnten wir unsere Austauschschüler am Dienstag, den 29.05.2012 um 19.00 Uhr voller Spannung in Westerburg empfangen, nachdem sie mit dem Bus vom Flughafen abgeholt worden waren.

Am darauffolgenden Tag nahmen wir gemeinsam an zwei Unterrichtsstunden teil. Nach der offiziellen Begrüßung der polnischen Austauschschüler in der großen Pause trafen wir uns, um bis zum Unterrichtsende Kennenlern- und Integrationsspiele durchzuführen. Der folgende Nachmittag stand uns zur freien Verfügung und wurde zur Besichtigung von naheliegenden Städten, wie beispielsweise Limburg, genutzt. Diese Unternehmungen in Kleingruppen boten eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Die Verständigung erfolgte in englischer Sprache und stellte meist keine größeren Probleme dar.

Am nächsten Schultag fand eine gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte Hinzert im Hunsrück, einem ehemaligen Konzentrationslager, statt. Anschließend stand eine sehr interessante Stadtführung durch Trier auf dem Plan, wonach wir noch eine Stunde Zeit für eigene Unternehmungen in der Stadt hatten.

Freitags fuhren wir zum Haus der Geschichte in Bonn und erhielten dort ebenfalls eine umfangreiche und interessante Führung. Später ging es weiter nach Köln, wo wir uns in Kleingruppen frei bewegen und das besichtigen durften, was uns interessierte. Wir besuchten Museen, Kirchen, den Domplatz und viele gingen shoppen. Durch diese eigenständigen Unternehmungen lernten wir unsere Austauschschüler sehr gut kennen und begannen, Freundschaften mit ihnen zu schließen.

Das anschließende Wochenende wurde zu freien Aktivitäten genutzt. Viele machten eine Besichtigungstour durch Koblenz, besuchten Museen und erkundeten die Region. Es fanden zusätzlich gemeinsame Treffen der ganzen Gruppe statt und wir hatten viel Zeit, gute Beziehungen aufzubauen.

Am vorletzten Tag des Austauschs trafen wir uns morgens in der Schule für ein gemeinsames Frühstück und einen anschließenden Workshop. Wir bemalten gemeinsam T-Shirts und hatten dabei sehr viel Spaß. Nachmittags trafen sich zum Abschluss fast alle Schüler in Limburg.

Am vergangenen Dienstag nahmen wir am regulären Unterricht teil, damit die Schüler aus Polen einen Einblick in unseren Schulalltag bekommen  konnten. Nach der sechsten Schulstunde rundeten wir unseren Austausch mit gemeinsamem Pizzaessen ab, bevor die polnischen Schüler um 14.15 Uhr mit dem Bus abgeholt wurden. Der Abschied fiel uns allen schwer, da wir eine sehr schöne  Zeit gehabt hatten und viele Freundschaften geschlossen haben. Wir freuen uns alle auf das Wiedersehen im September, wenn wir unsere Austauschschüler in Krakau besuchen. Bis dahin bleiben wir weiterhin in Kontakt und können auf einen gelungenen Austausch zurückblicken.

Von Valerie Rebmann

Schülergruppe freute sich über Wiedersehen mit Gastgebern in Krakau

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Konrad-Adenauer-Gymnasiums weilte eine Woche zum Gegenbesuch in Krakau und berichtet von ihrer Fahrt

Nach einem kurzen Flug und einer zweistündigen Busfahrt waren wir endlich angekommen. Wir wurden bereits erwartet und mit einer netten Begrüßung vor der Schule von unseren Austauschpartnern abgeholt. Alle freuten sich über das Wiedersehen und waren schon sehr gespannt, was uns die Woche bringen würde. Kaum zu Hause angekommen, wurden die meisten von uns schon mit einem leckeren Essen in Empfang genommen. Abends saßen wir dann mit unseren Familien zusammen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns dann das erste Mal mit der gesamten Gruppe in der Schule. In dem Aufenthaltsraum standen uns Essen und Getränke zur Verfügung. Nachdem wir nun alle gestärkt waren, begannen wir unseren Spaziergang nach Kazimierz, einem jüdischen Stadtteil Krakaus. Dort angekommen präsentierte eine polnische Schülerin einen kleinen Vortrag auf deutsch, den sie für uns vorbereitet hatte. Anschließend hatten wir den restlichen Tag für uns. Wir gingen alle zusammen und unsere polnischen Austauschschüler zeigten uns sowohl einen Teil Krakaus, als auch einige Spezialitäten und zum Schluss gingen wir noch gemeinsam ins Shopping Center. Am Abend trafen wir uns mit ein paar Leuten in einer kleinen Gaststätte, wo wir einen gemütlichen Abend miteinander verbrachten.

Weiter ging es am folgenden Tag mit einer Stadtführung quer durch Krakau. Wir schauten uns viele interessante Plätze an, unter anderem auch das Wawel Schloss. Als die Stadtführung beendet war verabredeten wir uns mit der ganzen Gruppe und unseren Lehrern zum gemeinsamen Bowlingspielen am Abend. Im Bowlingcenter herrschte eine entspannte Atmosphäre und wir hatten sehr viel
Spaß.

Am Freitag stand die Fahrt nach Wieliczka, einem Salzbergwerk, an. Alle waren von den vielen verschiedenen Räumen und den Skulpturen beeindruckt. Der Mann, der uns durch das unterirdische Bergwerk führte, sprach sehr gut deutsch und erzählte uns vieles Interessantes. Das Highlight dieses Besuches jedoch war die Fahrt zurück übertage, die wir in einem originalen Aufzug der Bergmänner absolvierten. Zurück an der Schule angekommen, liefen wir noch ein bisschen durch die Stadt und fuhren dann nach Hause.

Für Samstag war die Fahrt nach Auschwitz geplant. Wir fuhren bereits morgens mit dem Bus los, da dieser Ausflug den ganzen Tag beanspruchte. Am frühen Abend kehrten wir dann zurück und der restliche Abend war uns freigestellt.

Sonntag hatten wir Zeit, etwas mit unserer Familie zu unternehmen. Es wurde viel unternommen.

Montags trafen wir uns alle wieder in der Schule und vervollständigten als Abrundung unseres Austausches unser in Deutschland begonnenes Kochbuch, aber diesmal in polnisch. Nach einem gemütlichen gemeinsamen Essen hatten wir den restlichen Tag noch zu freien Verfügung.

Am Tag der Abreise war die Stimmung bei allen Beteiligten ziemlich bedrückt, da die Zeit wie im Flug verging und wir noch gerne ein paar Tage mehr miteinander verbracht hätten. Doch wir werden auch in Zukunft noch mit dem Einen oder Anderen in Kontakt bleiben und vielleicht sehen wir uns ja noch mal wieder.

Nachdem wir alle Vorbereitungen getroffen hatten und die ein oder anderen Geschenke für unsere Austauschpartner besorgt hatten, machten wir uns am 20. September 2011 auf zum Kölner Flughafen, um unsere Reise nach Krakau anzutreten.

Polenaustausch 2008 des Konrad- Adenauer-Gymnasiums Westerburg

14 Schüler des KAG Westerburgs besuchten im September ihre Austauschpartner in Krakau Westerburg/ Krakau.

Nachdem die 14 polnischen Schüler der Partnerschule in Krakau den Westerwald im April besucht und sieben unvergessliche Tage mit ihren deutschen Partnern und den betreuenden Lehrern beider Schulen erlebt hatten, flogen die KAG-GastgeberInnen im September zu ihnen.
Sie wurden herzlich empfangen und lernten sofort die polnische (Ess-)Kultur und Gastfreundschaft kennen. Zu Beginn des einwöchigen Aufenthaltes konnten sie sich in ihren Familien einleben. Es war spannend an dem Unterricht in einem fremden Land, mit einer Sprache, die ihnen vollkommen unbekannt war, teilzunehmen.

Neben den fünf Einkaufszentren, die in der Freizeit besucht werden konnten, besichtigten sie Weltkulturerbe-Stätten wie das Salzbergwerk Wieliczka und das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und nahmen an einer "kleinen" Stadtbesichtigung teil, bei der vor allem das Wawelschloss im Mittelpunkt stand. Den letzten Abend genossen alle TeilnehmerInnen gemeinsam in der Salsabar, in der man zu südamerikanischen Rhythmen tanzen konnten. Nach sieben schönen und erlebnisreichen Tagen, an denen die gesamte Gruppe einige Pfunde zugenommen hatte, des guten polnischen Essens (vor allem der Zapiekanka, ein polnisches Fast Food-Gericht) wegen, fiel die Verabschiedung am Abreisetag schwer.

Alle kamen gesund und munter wieder in Deutschland an und waren in Gedanken noch in Polen, bei der guten Gemeinschaft und den vielfältigen unterhaltsamen Erlebnissen.

Zum Schluss bleibt nur noch der Dank an die betreuenden Lehrer Frau Monika Kempf, Frau Margret Kern, Frau Sabine Kaiser und Herrn Peter Kersting, die diesen Austausch möglich gemacht haben.

Stephanie Becker und Linda Stahl