Zuvor hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv mit dem Spanischen Bürgerkrieg und der anschließenden Franco-Diktatur sowie den historischen Hintergründen, politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Folgen dieser Zeit beschäftigt. Der Kinobesuch bot nun die Gelegenheit, sich dem Thema auf eine andere, emotionalere Weise zu nähern.
Der Film erzählt die Geschichte des jungen Lehrers Antoni Benaiges, der in den 1930er-Jahren eine kleine Dorfschule in einer abgelegenen Region Spaniens übernimmt. Mit ungewöhnlichen pädagogischen Methoden ermutigt er seine Schülerinnen und Schüler, frei zu denken, zu schreiben und ihre Welt zu entdecken. Besonders bewegt die Kinder das Versprechen ihres Lehrers, eines Tages mit ihnen ans Meer zu fahren – ein Ort, den viele von ihnen noch nie gesehen haben.
Parallel dazu begleitet der Film eine junge Frau in der Gegenwart, die sich auf die Suche nach ihrem im Bürgerkrieg verschwundenen Urgroßvater macht. Dabei stößt sie auf Spuren des Lehrers und seiner Klasse. Nach und nach wird deutlich, wie stark die Ereignisse des Bürgerkriegs das Leben vieler Menschen geprägt haben und wie lange die Folgen dieser Zeit nachwirken.
Der Film verbindet historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen und macht so die dramatischen Auswirkungen des Bürgerkriegs und der sich anschließenden Diktatur auf eindrucksvolle Weise sichtbar.
Der Kinobesuch bot den Spanischschülerinnen und -schülern eine spannende Ergänzung zum Unterricht und eröffnete ihnen die Möglichkeit, sich auf eine andere Weise mit der spanischen Geschichte auseinanderzusetzen.
Stimmen zum Kinofilm:
Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, da er auf zwei Handlungen in verschiedenen Zeiten basiert. Eine davon spielt in der Gegenwart wobei Adriadna die Überreste ihres Urgroßvaters sucht und eine Handlung in der Vergangenheit, wobei Antoni Benaiges neue Lernmethoden zeigt und so eine Verbindung zu den Kindern aufbaut. Ebenfalls hat mir die Darstellung der einzelnen Figuren gefallen und vor allem die des Jungen Emilio. :)
(Lea-Marie Müller, MSS 11)
Meiner Meinung nach war der der Film sehr interessant und mitreißend. Durch die beiden dargestellten Zeiten konnte man gut erkennen, wie sich die verschiedenen Personen gefühlt haben und dass diese Gefühle immer noch präsent sind. Was mir außerdem gut gefallen hat ist, dass die Zeit aus der Sicht bestimmter Personen gezeigt wird, wodurch man näher an die emotionale Ebene gebracht wird.
(Alessia Sieberg, MSS 11)
Der Film war realistisch und authentisch dargestellt und hat einen auch emotional bewegt, gerade am Ende als die richtigen Bilder von der wahren Geschichte noch einmal gezeigt wurden.
(Lyra Wrobel, MSS 12)
Text und Bild: Simone Reif
