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19.06.2026: Großes Schulkonzert am KAG

Am Donnerstag, den 11. Juni 2026 fand in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Westerburg ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm vor einem zahlreich erschienenen Publikum statt.

Das rund zweistündige Programm bot den Gästen einen Einblick in das vielseitige musikalische Arbeiten inner- und außerhalb des Musikunterrichts. Dabei führten die drei Fachkolleginnen durch das facettenreiche Repertoire und gaben dem Publikum während der Umbauphasen Einblicke in die Hintergründe der jeweiligen Programmpunkte sowie des Erarbeitungskontextes.

Das kleine, aber feine Unterstufenorchester bot einen fetzigen Auftakt mit Michael Jacksons „Thriller“ und „Mambo No. 5“. Vor drei Jahren gründete Kathrin Biegel das Ensemble, welches im Instrumentalbereich ein Angebot für die Schüler*innen der unteren Jahrgänge schaffen und gleichzeitig eine Vorbereitung auf das spätere Spielen in der Bigband darstellen soll. Momentan besteht das Orchester nur aus sechs Schüler*innen, die zur Komplettierung des Klangs von drei erfahrenen Bigband-Spieler*innen verstärkt wurden. Das Miniorchester erntete zu Recht viel Applaus.

Seit vielen Jahren besteht eine enge Kooperation mit der Kreismusikschule Westerwald, die in den Räumlichkeiten der Schule Gruppenunterricht für Gitarre, Geige und Keyboard durch das Kreismusikschulkollegium anbietet. Das zwölfköpfige Geigenensemble von Klara Ottersbach präsentierte, begleitet von Frau Pauly-Marz am Klavier, mit einem französischen Volkslied und dem „Eichhörnchenlied“ zwei Stücke, in denen die Fähigkeiten von Anfänger*innen und Fortgeschrittenen gekonnt zu einem gelungenen Auftritt vereint wurden.

Amelie Herzmann aus der Klasse 6a, die die Gitarrenklasse von Tim Scott besucht, wagte sich mit anerkennenswertem Mut alleine auf die Bühne und spielte beeindruckend sicher eine „Spanische Romanza“.

Dann brachte Choremotion, bestehend aus fünfundzwanzig Schülerinnen der 5. bis 7. Klassen, unter der Leitung von Frau Pauly-Marz, drei Stücke zu Gehör. Neben der hervorragenden stimmlichen Gesangsleistung der noch jungen Sänger*innen kam das Publikum ebenso in den Genuss von ausgefeilten Choreographien, die die Intention der Textaussagen gekonnt unterstrichen. Auf das mitreißende „Viva la vida“ folgte „So viel schöner“, ein Stück, das die wichtige Botschaft verbreitet, dass wir uns nicht mit anderen vergleichen und nach Fehlern suchen, sondern unsere eigene Schönheit erkennen sollten. Der Song ist einer von vielen, die der Chor in der letzten Schulwoche in Mannheim in der SAP-Arena beim Mega-Konzert 6K-United aufführen wird. Beim dänischen Volkslied „En yndig og frydefuld Sommertid“ durfte das Publikum sogar mitwirken und ein saalfüllendes Sommergewitter erzeugen.

Als Nächstes brachten drei verschiedene Ensembles von Johanna Nickol Ausschnitte ihres Repertoires zu Gehör. Die Klasse 5e sang aufgeregt und mit leuchtenden Augen zwei kurze, aber virtuose Stücke: „Per crucem“ und „Nginesi ponono“. Die Klasse erarbeitet weite Themenfelder des Musikunterrichts singend und konnte daher nach bereits einem Jahr mit enormer stimmlicher Schönheit brillieren.

Die Klasse 6c behandelte zuletzt das Thema Dreiklänge. Musiktheorie, von Schüler*innen meist sperrig und unzugänglich empfunden, kann plötzlich lebendig werden, wenn man ein kleines Werkzeug einsetzt und eine Klangchoreographie zum Gesang entwickelt. Mit Boomwhakern, bunten Plastikröhren, konnte die in drei Gruppen eingeteilte Klasse ihre eigene Begleitung zum „Dreiklangs-Calypso“ spielen.

Der Oberstufenchor erntete für die bekannte Hymne „You´re the voice“ von John Farnham riesigen Applaus.

Den bewegenden Abschluss dieses Programmblocks bildete die Zusammenführung beider Klassen und des Oberstufenchors für ein gemeinsames Stück. Die schwelgenden Melodien von „On rising wind“, begleitet von Nicole Pauly-Marz am Klavier, brachten dem Riesenchor großen Jubel des Publikums ein.

Anschließend verschaffte Marc Radloff aus der MSS 12 mit Chopins „Nocturne No. 20“ dem Publikum hochvirtuos einen wunderbaren Moment des Innehaltens.

Der nächste Programmpunkt war ebenfalls ein Zeugnis lebendigen Musikunterrichts am KAG. Der Grundkurs 11 hatte mit Frau Biegel im Rahmen einer Themenreihe zum Barock die berühmte „Sprechfuge“ einstudiert, diese  aber mit einem innovativen, selbst gestalteten Text zum Thema „ChatGPT“ verfeinert.

Die Bigband, bestehend aus Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8-12 und unterstützt von einigen musikbegeisterten Kolleg*innen, bot am Ende deutlich mehr als heiße Luft. Mitreißend wie stets verdiente sich das Ensemble bei „Brazil“, „Some nights“ und „Bad Romance“ durch die Kombination von coolen Harmonien und schmissigen Rhythmen einen gewaltigen Schlussapplaus.

Zum krönenden Abschluss des Programms folgte ein wahrer Gänsehautmoment: Alle Beteiligten spielten und sangen gemeinsam ein „Abendlied“.

Ein solches Mammutprojekt ist nur umsetzbar durch das Zusammenwirken vieler fleißiger Hände, denen die Fachschaftsvorsitzende Kathrin Biegel im Namen der Fachschaft Musik ihren Dank aussprach: den Kolleg*innen, welche die Musizierenden für Sonderproben vom Unterricht freistellen, den Bühnentauchern unter der Leitung von Uwe Dietze und Manuel Metternich, den Hausmeistern und Sekretärinnen, der MSS 12 (Catering) sowie Felix Benner (Fotograf), und natürlich ging ein herzliches Dankeschön an die Eltern, welche ihre Kinder unterstützen. Auch der Schulleiter Thomas Wittfeld bedankte sich am Ende des Konzertes bei allen Akteur*innen und bat das Publikum herzlich darum, die Erneuerung und Instandhaltung des musikalischen Inventars mit einer großzügigen Spende zu unterstützen.

Text: Johanna Nickol

Bilder: Felix Benner

 

 

 

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